Vereinsvorsitzender sieht Gefahr für Bestand

Sorgen um Technikmuseum und Henschel-Gelände

Beleuchtung soll Museum bekannter machen: Der Ortsbeirat hat dafür einen Zuschuss von 500 Euro bewilligt. Foto: Dilling

Rothenditmold. Der Vorsitzende des Vereins Technikmuseum, Ewald Griesel, sieht auf lange Sicht Gefahren für den Bestand der Museen und Kultureinrichtungen auf dem Henschel-Gelände in Rothenditmold.

Das machte er während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Rothenditmold deutlich.

Grund: Ein zypriotischer Investor hat das ehemalige Henschel-Gelände, Heimat des Technikmuseums, des Henschel-Museums und einer Reihe von Künstlern und Kreativen, erworben und möchte dort möglicherweise Wohnungen bauen (die HNA berichtete). Die Stadt hatte auf Anfrage erklärt, das Henschel-Gelände in Rothenditmold stehe unter Denkmalschutz. Der Investor müsse erst einmal ein Konzept vorlegen.

Das Technikmuseum stehe momentan in Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer über die Anmietung eines weiteren Hallenteils auf dem Henschel-Gelände, in dem das Thema Schienenverkehr untergebracht werden solle, berichtete Griesel. Der Investor dränge darauf, für den Fall einer Bebauung eine Aufhebungsklausel in den Vertrag einzubauen. Der Verein wolle dagegen „ein Sonderkündigungsrecht des Eigentümers vermeiden“, sagte Griesel. Für ihn sei ungewiss, meinte er weiter, wie weit der Denkmalschutz reiche. Er sei gespannt, ob die Stadt sich jetzt bemühe, Pläne zu verhindern, die möglicherweise sogar einen Abriss der alten Hallen zur Folge haben könnten.

„Die Stadt sollte aus ihrem Dornröschenschlaf aufwachen“, sagte der Vereinsvorsitzende. Schon jetzt verhindere die Ungewissheit über die Zukunft des Henschel-Geländes das Ausschöpfen von „Potentialen“. Er habe Anfragen für Veranstaltungen auf dem Gelände mit mehreren 1000 Teilnehmern.

Trotz der Ungewissheit will der Verein Flagge zeigen. Künftig soll der Schriftzug am Eingang nachts beleuchtet werden. Dafür spendierte der Ortsbeirat einstimmig einen Zuschuss von 500 Euro. Griesel will außerdem dafür einen Zuschuss aus Europamitteln beantragen.

Weiterhin werde man enger mit dem Henschel-Museum zusammenarbeiten, darin seien sich die Vorstände beider Vereine einig. (pdi)

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