Museum feiert Geburtstag

Technik zum Anfassen: Alte Henschelloks und KVG-Oldtimer

Baujahr 1942: Die Henschellok hat ein eigenes Gleis.

Kassel. Wenn es in Kassel einen Ort gibt, an dem man die Industriegeschichte der Stadt hautnah erleben kann, dann ist es der ehemalige Henschelstandort in Rothenditmold.

Hier feiert am Wochenende das Technikmuseum Geburtstag. Unter dem Dach der alten Henschelhallen steht neben vielen anderen Exponaten der Nachbau der ersten Kasseler Lokomotive, der Henschel-Drache aus dem Jahr 1848. Gleich daneben ist mit dem Transrapid ein Erinnerungsstück an einen ehemaligen Hoffnungsträger aufgebaut.

Seit zehn Jahren ist die Idee, Zeugnisse der Kasseler Technikgeschichte zu präsentieren, Schritt für Schritt realisiert worden. In Rothenditmold kann man die Exponate seit 2010 sehen. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder des Fördervereins, die Hilfe von Sponsoren und Fördermittel der Europäischen Union hat Kassel eine Attraktion bekommen, die ohne Geld aus dem städtischen Haushalt auskommt.

Henschel-Lok aus dem Jahr 1942 jetzt im Technikmuseum Kassel

„Wir freuen uns über zahlreiche Gäste, die unsere Arbeit mit ihrem Eintritt unterstützen“, sagt Bernd Scott, der einer der Initiatoren des Museums ist. Die Besucher bekommen unter anderem die Oldtimer-Straßenbahnen zu sehen, die die KVG als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Zu den Schwergewichten unter den beiden Hallendächern gehört eine original Henschel-Straßenwalze und eine 110 Tonnen schwere Lokomotive aus dem Jahr 1942. Unter den Neuzugängen auf 4500 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind Rennautos der Universität, die bei der Formula Student im Einsatz waren.

Öffnungszeiten

Eisenbahngeschichte: Der Nachbau des Henschel-Drache gehört zu den Attraktionen des Technikmuseums an der Wolfhager Straße. Fotos: Technikmuseum / nh

Das Technikmuseum, Wolfhager Straße 109, ist am Samstag, 11. Juli, und Sonntag, 12. Juli, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. An beiden Tagen werden Dampfmaschinen präsentiert. Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat ebenso zugesagt wie Alfred Gottwald vom Deutschen Technikmuseum in Berlin. Es gibt Vorträge, Metallmusik und Führungen. Die Skater, Musiker und Künstler aus der Nachbarschaft der denkmalgeschützten Henschelhallen sind mit Präsentationen dabei. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Altes Henschel-Werbevideo:

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.