Rennwagen, alte Loks und Dampfaschinen: Hunderte kamen ins Technikmuseum

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Die neue Generation der Formel 1: Die neunjährige Emilie testete einen der Rennwagen, die vom Herkules-Racing-Team der Uni Kassel gebaut wurden. Andreas Stieglitz mit Frederik (von links), Kay Meschkat mit Jannis und Fynn ließen sich von Bernd Scott vom Technikmuseum die Hintergründe erklären.

Kassel. Von der ersten Kasseler Lokomotive, die 1848 aus dem Henschel-Werk schnaufte, bis zu den neuesten Rennwagen, die von Studenten der Uni Kassel gebaut wurden: Mehrere hundert Besucher bewunderten am Wochenende die Schätze des Technikmuseums in Rothenditmold.

Der Verein, der das Museum in den alten Henschel-Hallen im Ehrenamt aufgebaut hat und betreut, feierte seinen zehnten Geburtstag. Emilie Stieglitz durfte zur Feier des Tages ausnahmsweise in einem der Uni-Flitzer Platz nehmen. „Ganz schön hart“, sagte die Neunjährige. „Passt da überhaupt ein Erwachsener rein?“, wollte Fynn Meschkat wissen. Schon - aber wer schnell sein will, muss eben manchmal auf Komfort verzichten.

Emilie und Fynn waren mit ihren Papas und Geschwistern in Museum gekommen. „Wir sind alle technikbegeistert“, sagte Kay Meschkat, der bei VW arbeitet. Das bestätigte sein Sohn Fynn eifrig: „Ich finde alle elektrischen Sachen toll, und die alten Eisenbahnen und den Transrapid - also eigentlich alles hier.“

Die Besucher konnten in Experimenten die Technik auch ausprobieren. Wer an einem Auto-Motor kurbelte, konnte sehen und hören, wie die Luft, die im Zylinder zusammengedrückt und herausgepresst wird, Papiertröten aufpustet. An einer magentischen Kugel, die viel langsamer durch ein Kupferrohr fällt als eine normale Murmel, erklärte Wolfgang Britz das Prinzip der elektromagnetischen Schwebetechnik des Transrapid. Hinter ihm direkt einer der von Thyssen Krupp in Kassel gebauten Züge als Anschauungsmaterial.

Impressionen aus dem Technikmuseum

Hier gibt es Videos zum Technikmuseum.

Auf den Ausstellungstischen von Technik-Bastlern ratterten zig verschiedenen Dampfmaschinen. Schon der knapp zweijährige Mark ließ sich davon faszinieren. „Er mag alles, was sich bewegt oder Krach macht“, sagte Vater Jens Bauer. Die Maschinen hat Gerd Fleck aus Söhrewald gebaut. „Mir geht es auch darum, Kindern zu zeigen, dass es auch andere spannende Sachen gibt außer Handy und Spielkonsole.“ Zum Beispiel Technik. Dem Verein gelingt es, immer mehr Menschen dafür zu begeistern. Bis zu 12 000 Besucher kommen inzwischen jährlich in das Museum, berichtete Bernd Scott vom Vorstand. Tendenz steigend. (rud)

Technik-Museum Kassel, Wolfhager Str. 109, Mittwoch bis Freitag, 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. www.tmk-kassel.de

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