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Filmprogramm soll Spenden bringen: Weihnachtskino für die Kirche Rothenditmold

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Von: Kathrin Meyer

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Beim Aufbau für den Kinoabend: (von links) Peer Schlechta vom Kirchenvorstand, Küster Sascha Christ und Pfarrer Tobias Heymann freuen sich auf das Kirchenkino. Die Masken wurden für das Bild kurz abgenommen.
Beim Aufbau für den Kinoabend: (von links) Peer Schlechta vom Kirchenvorstand, Küster Sascha Christ und Pfarrer Tobias Heymann freuen sich auf das Kirchenkino. Die Masken wurden für das Bild kurz abgenommen. © Pia Malmus

In Rothenditmold gibt es in dieser Woche ein Kino, nämlich in der evangelischen Kirche. Mit den Filmvorführungen sollen Spenden für die Kirchensanierung gesammelt werden.

Rothenditmold- Die Idee kam Pfarrer Tobias Heymann bei der Feier des zehnjährigen Orgel-Jubiläums. Da nämlich wurde in der Kirche Rothenditmold ein Stummfilm gezeigt, der von Orgelmusik begleitet wurde. Warum also nicht mal die Kirche zum Kinosaal machen? „Metropolis Rothenditmold“ nennt Heymann das Projekt liebevoll. Eben auch weil der Stadtteil kein eigenes Kino hat. Und für viele dort lebende Familien ein Kinobesuch nicht alltäglich ist.

Hinzukommt, dass viele Rothenditmolder kein eigenes Auto haben. Für sie ist dann ein Kinobesuch in der Innenstadt ein weiter Weg und oft auch finanziell nicht möglich. Aber nicht nur sie sind zum Kirchenkino eingeladen, das Teil das Rothenditmolder Adventskalenders ist. Von Donnerstag, 9. Dezember, bis Sonntag, 12. Dezember, werden in der evangelischen Kirche Rothenditmold an der Wolfhager Straße 180 verschiedene Filme gezeigt.

„Es handelt sich um eine bunte Mischung – eine Komödie, was für die ganze Familie, was Ernsteres und etwas Weihnachtliches darf natürlich nicht fehlen“, verrät der Pfarrer. Zum Start war die Komödie „Ziemlich beste Freunde“ zu sehen. Die weiteren Filmtitel dürfen im Vorfeld aus werberechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden. Sie sind aber bei Pfarrer Tobias Heymann zu erfragen und auch im Schaukasten an der Kirche angeschlagen. Die Filme sind jeweils um 19.30 Uhr zu sehen. Der Familienfilm am Sonntag um 17 Uhr.

Das Angebot ist kostenlos. Über eine Spende würde sich die Kirche allerdings freuen. Denn der Kirchenerhaltungsfond der Landeskirche verdoppelt alle Spendeneinnahmen bis Weihnachten. Das Geld wird dann in die geplante Kirchensanierung fließen.

Auch der Kirchenraum ist in den vergangenen Tagen entsprechend weihnachtlich geschmückt worden. Den Besuchern bietet sich also eine ganz besondere Atmosphäre, bei der aber auch der Kirchencharakter nicht verloren gehen soll. Ob auch Popcorn in der Kirche denkbar sei? „Warum nicht“, sagt Heymann.

Generell habe er damit kein Problem, in diesen Tagen müsse man aber ein verstärktes Auge auf die Coronasituation haben. Die hat auch dafür gesorgt, dass bis zuletzt nicht ganz klar war, ob das Kino stattfinden kann. Aber nach den aktuellen Regeln ist es möglich. Allerdings mit Maskenpflicht und die macht Popcornessen eher schwierig. Für die Vorführungen gilt die 2G-Regel. Zusehen kann also nur, wer geimpft oder genesen ist. Kinder können ihr Testheft aus der Schule vorzeigen. (Kathrin Meyer)

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