Kassels Rotlichtmilieu: Polizei nimmt international gesuchten Mörder fest

Kassel/Wiesbaden. Ein verurteilter Mörder, der auf der Flucht war, wurde vergangene Woche im Kasseler Rotlichtmilieu festgenommen. Das teilte das Hessischen Landeskriminalamts (LKA) am Montag mit.

Zielfahndern des LKA sei es in Zusammenarbeit mit der Fahndungseinheit des Polizeipräsidiums Nordhessen gelungen, den bulgarische Staatsangehörigen (34) am Valentinstag festzunehmen. Er sei vom Landgericht Burgas/Bulgarien rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren verurteilt worden.

Der Verurteilte und drei Mittäter haben laut LKA im Jahr 2009 in Bulgarien einen Drogendealer entführt und dessen Mobiltelefon gestohlen, um an die Kontaktdaten seiner Drogenkunden zu gelangen. Dabei stach der 34-Jährige, der als Haupttäter verurteilt wurde, mit einem Messer auf den entführten Drogendealer ein. Der Mann starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Der Verurteilte setzte sich vor Haftantritt ins Ausland ab, um sich der bulgarischen Strafvollstreckung zu entziehen.

In den frühen Abendstunden des 14. Februars wurde der 34-Jährige, der sich in Begleitung einer bulgarischen Prostituierten befand, im Rotlichtmilieu von Kassel aufgespürt und von Beamten des Spezialeinsatzkommandos Kassel festgenommen, ohne Gegenwehr leisten zu können. Einen Tag später wurde der Mann beim Amtsgericht Kassel vorgeführt. Er bleibt bis zu seiner Überstellung an die bulgarischen Behörden in Auslieferungshaft. (use)

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