Caldenerin Franziska Ewald ist Augenzeugin des Hurricanes „Irene“ in New York

Caldenerin Franziska Ewald ist Augenzeugin des Hurricanes „Irene“ in New York

Mitten in Manhattan: Während Wirbelsturm Irene den Regen durch die Hochhausschluchten von New York peitscht, passierte gestern ein einsames Taxi den sonst so belebten Times Square ganz in der Nähe des Hotels, in dem Franziska Ewald aus Calden festsitzt. Foto: dpa

New York / Kassel. Die Lage ist angespannt, jedoch noch kontrolliert, berichtet Franziska Ewald (24) aus New York. Die Caldener Studentin, die derzeit in Tübingen lebt, ist vor zwei Wochen in die USA geflogen, um dort einen Sprachkurs zu absolvieren. Momentan sitzt sie in New York in der Nähe des Empire State Buildings in einem Hotel fest.

„Eigentlich war unser Rückflug für Montag geplant, doch wegen des Sturms sind alle Flughäfen gesperrt. Jetzt müssen wir in unserem Hotel warten, dass der Hurrikan vorüberzieht“ sagt Ewald.

Zur aktuellen Situation vor Ort sagt sie: „Es ist sehr ruhig hier, die Straßen sind menschenleer, nur die Polizei ist unterwegs und kontrolliert die Straßen. Seit 20 Uhr sollen die Bewohner sich in ihren Häuser aufhalten und nicht mehr auf die Straße gehen. Alle Geschäfte haben geschlossen, die U-Bahnhöfe sind gesperrt und mit großen Toren verschlossen.“

Mitten im Sturm: Die Caldenerin Franziska Ewald.

Die Angestellten im Hotel sind angespannt, aber ruhig, sagt Ewald. „Es macht keiner den Eindruck, als würde Angst oder Panik aufkommen. Allerdings sind wir auch nicht in einem der Gebiete, die evakuiert wurden. Anders sieht es jedoch bei den Touristen aus, die teilweise sehr aufgeregt sind. Jedoch versuchen die Angestellten hier vor Ort immer wieder, die Menschen zu beruhigen. Wir werden hier ständig auf dem Laufenden gehalten. In den Gemeinschaftsräumen wurden Fernseher aufgebaut, in denen ständig Nachrichten laufen“, berichtet Ewald weiter. „Zudem fahren regelmäßig Lautsprecherwagen durch die Straßen und geben die neuesten Informationen durch.“

Auf die Frage, ob sie sich sicher fühle, sagte Franziska Ewald: „Ja, ich fühle mich hier sicher. Die Organisation ist sehr gut, und wir werden auch ständig über den neuesten Stand der Dinge informiert.“ Für kommenden Mittwoch ist der neue Termin für den Heimflug angesetzt. „Hoffentlich klappt es dann.“

Von Martin Graf

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