Im Jubiläumsjahr gibt es Neues – etwa einen nostalgischen Jahrmarkt

Stadtfest: Rummel wie anno dazumal

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Scheunenfund: Vor zehn Jahren hat der Schausteller Werner Feldmann dieses 1902 gebaute Riesenrad in einer Scheune entdeckt und wieder restauriert. Es gehört zu den ältesten seiner Art. Gestern baute er es auf dem Königsplatz auf.

Kassel. Zum 1100. Geburtstag der Stadt Kassel wurde das am Freitag beginnende Stadtfest nicht nur von Pfingsten auf den Herbst verlegt, sondern es wurde auch umgestaltet. Überall in der Stadt sollen die erwarteten 200 000 Besucher auch an die Historie der Stadt erinnert werden.

Dafür sorgt zum Beispiel ein historischer Rummelplatz, der am heutigen Donnerstag auf dem Königsplatz aufgebaut wurde. Dazu zählt etwa eines der ältesten erhaltenen Riesenräder, das vor 111 Jahren gebaut wurde. Der Schausteller Werner Feldmann hat es vor zehn Jahren in einer Scheune entdeckt und wieder flottgemacht. Zu dem Rummel gehören auch 14 andere historische Fahrgeschäfte und ein Fotostudio, das von den Besuchern Bilder wie aus dem Jahr 1900 schießt.

Auch sonst gibt es Veränderungen. Die große Konzertbühne steht dieses Jahr auf dem Friedrichsplatz, wo am Samstagabend, 22.15 Uhr, als Höhepunkt die Band The Baseballs spielt. An der Schönen Aussicht gibt es einen Mittelaltermarkt mit Ritterlager.

Und auch auf dem Opernplatz gibt es eine Zeitreise: Dort steht wie gewohnt ein DJ-Tower, aber der wird Samstag und Sonntag auch von DJ-Legenden bedient, die in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren in Kassels Clubs bekannt waren. Dazu zählt Helmut Henkel, der im „Club 21“, Deutschlands erstem Club, aktiv war.

Auf der Wilhelmsstraße steht nicht die gewohnte Konzertbühne. Stattdessen finden Tanzvorführungen mit 500 Teilnehmern aus zwölf Tanzschulen statt und die Besucher können auch selbst tanzen.

Ein von Studenten organisiertes Programm mit DJs und Kunst gibt es auf dem Florentiner Platz.

Internet: www.kasseler-stadtfest.de

Festprogramm am Freitag

• Ab 13 Uhr: An der Schönen Aussicht erwartet die Besucher ein Mittelaltermarkt, der durch den Grafen von Roit zu Hoya eröffnet wird. Von Freitag bis Samstag laden Marktstände zum Stöbern ein, die Musikgruppe „Unvermeydbar“ begleitet das Spektakel mit Sackpfeifen und Trommeln.

• 16 Uhr: Auf der Bühne am Friedrichsplatz führen Schüler aus Jaroslawl das Musical „Schneewittchen“ in deutscher Sprache auf.

• 17 Uhr: Eröffnung des Stadtfestes 1100 durch den Oberbürgermeister Bertram Hilgen auf der Rathausbühne. Mit dabei ist die Gruppe „Dark Vatter un sinne Combo“, moderiert wird die Veranstaltung von Radio HNA.

• 17 Uhr: Während des Stadtfestes kann der Druselturm täglich um 17, 17.30, 18 und 18.30 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet zwei Euro.

• 19 Uhr: Barocke Musik zeigt die Gruppe Capella Arnestati aus Thüringen im Rahmen des Festivals der Partnerstädte. Die Musiker treten mit ihren typischen Instrumenten der Barockzeit in der Martinskirche auf. (mli)

Ab 9 Uhr keine Tram in die Innenstadt

Wegen des Stadtfests fahren von Freitagmorgen, 9 Uhr, bis einschließlich Sonntag keine Straßenbahnen auf der Königsstraße. Sie werden über Luther-, Scheidemann- und Ständeplatz umgeleitet.

Alle Trams sowie die in der Innenstadt verkehrenden Busse sind am Stadtfestwochenende etwa eine Stunde länger als üblich unterwegs. Auch die Regiotrams fahren länger, sodass Festbesucher aus dem Umland bis mindestens 23.30 Uhr einen Zug nach Hause nehmen können.

Informationen über die genauen Abfahrtszeiten während des Stadtfests gibt es per Aushang an den Haltestellen und in den Fahrzeugen sowie über die Online-Fahrplanauskunft und die NVV-App für mobile Geräte. (asz)

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