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Rutsche kommt ohne Eis auf Kasseler Weihnachtsmarkt

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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In diesem Jahr ohne Eis: Sebastian Ruppert hat sich eine Alternative für seine Märchenrutsche auf der Treppenstraße ausgedacht.
In diesem Jahr ohne Eis: Sebastian Ruppert hat sich eine Alternative für seine Märchenrutsche auf der Treppenstraße ausgedacht. © Dieter Schachtschneider

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Rutsche auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt, allerdings ohne Eis.

Kassel – Dass die Eisrutsche anlässlich des Kasseler Weihnachtsmarkts in diesem Jahr wieder auf der Treppenstraße aufgebaut wird, damit hat eigentlich niemand gerechnet. Wegen der Energiekrise. Auf die Rutsche müssen die Besucher des Weihnachtsmarkts, der am 21. November eröffnet wird, dennoch nicht verzichten. Schausteller Sebastian Ruppert baut die 70 Meter lange Rutsche aus Edelstahl wieder auf. In diesem Jahr wird allerdings ohne Eis gerutscht.

Statt Eis würden sogenannte Tubingmatten auf den Untergrund der Rutsche aufgebracht, sagt Ruppert. Auf Kunststoffplatten würden die Menschen dann die Treppenstraße runterrutschen. „So verbraucht die Rutsche null Energie“, sagt der Schausteller.

Die Idee für die eislose Alternative habe er zusammen mit dem Hersteller der Rutsche, der Firma Wiegand Maelzer aus dem Kreis Fulda, gehabt. Bei der Rutsche handele es sich wieder um einen Prototypen. Ob alles klappt, werde sich herausstellen, nachdem die Rutsche am 8. oder 9. November in Kassel aufgebaut worden ist. „Aber wir sind guter Dinge“, so Ruppert. Rund 15 000 Euro werde er in die Matten und Kunststoffplatten investieren. Er sei glücklich, dass man diese Lösung gefunden habe, sagt Ruppert, der die gute Zusammenarbeit mit Kassel Marketing, dem Veranstalter des Märchenweihnachtsmarkts, betont. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.

„Wir freuen uns über die erneute Investition von Schausteller Sebastian Ruppert in die eisfreie Märchenrutsche“, sagt Andreas Bilo, Geschäftsführer von Kassel Marketing. Mit dieser energiesparenden Version bleibe dem Märchenweihnachtsmarkt ein Highlight erhalten und trage weiterhin zur Attraktivität des Marktes für alle Altersgruppen und zur Belebung der Treppenstraße bei. „Damit zeigt sich, dass auch in herausfordernden Zeiten kreative Lösungen möglich sind, ohne auf Spaß und Lebensfreude zu verzichten“, so Bilo.

Weiterer Höhepunkt soll der „Fliegende Weihnachtsmann“ werden. Hochseilartist Fernando Traber wird täglich in 35 Metern Höhe im Schlitten über den Friedrichsplatz balancieren. (use)

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