Zahlen des statistischen Landesamtes

Das sagt die Statistik: Kasseler haben wenig Geld in der Tasche

Kassel. In Kassel haben die Menschen vergleichsweise wenig Geld zur Verfügung. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen kann jeder Kasseler 16 998 Euro pro Jahr ausgeben.

Damit muss er nicht nur sparsamer sein als die meisten Hessen, sondern er verdient auch im Bundesvergleich eher wenig. Auffällig ist, dass die Kasseler im Gegensatz zum Rest von Hessen immer noch zu den Schlechtverdienern gehören. Nach Zahlen des statistischen Landesamtes hat ein Hesse im Durchschnitt jährlich 19 956 Euro für den Konsum übrig.

Damit hat er fast 3000 Euro mehr in der Tasche als die Menschen in Nordhessens Großstadt. Umgelegt auf die Arbeitnehmer liegt der Kasseler Jahres-Bruttolohn im Schnitt bei 30 711 Euro.

Statistik: So lebt der Kasseler

Im Vergleich mit den südhessischen Großstädten ist zu berücksichtigen, dass die Mietkosten dort höher sind. Während die Wirtschaftsförderung Nordhessen die Mieten in Kassel mit 3,50 bis 10 Euro pro Quadratmeter angibt, nennt der Mieterbund für Wiesbaden eine Spanne von 4 bis 12 Euro. Ihr Geld verdienen die Kasseler vor allem bei öffentlichen und privaten Dienstleistern.

52 000 Menschen, das sind 38 Prozent aller erwerbstätigen Bewohner, arbeiten in dem Bereich. Das ist hessenweit Spitze. In Handel und Gastgewerbe sind in Kassel 26,4 Prozent und im produzierenden Gewerbe 13,3 Prozent tätig.

Von Bastian Ludwig

Videoumfrage: Der typische Kasseler - wie ist der eigentlich?

Rubriklistenbild: © HNA

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