„Tolle Werbung“

Einzelhandel und Gastbetriebe sind mit dem Hessentag zufrieden

Nicht zum Einkaufen, sondern zum Feiern sind viele Besucher, wie hier zur Just-White-Party im Auestadion, zum Hessentag gekommen. Foto: Fischer

Mit dem Verkauf von Bratwürsten, Bier und anderen Getränken an den Ständen während des Hessentages sind die Gastronomen zufrieden. „Alles war positiv“, sagt Hartmut Apel von Apel Catering Kassel.

Kein Wunder, schließlich waren während der zehn Tage 1,83 Millionen Besucher beim Landesfest zu Gast. „Für uns ist es gut gelaufen“, sagt auch Willi Rudolph, der mit Sohn Markus vier Stände in der Innenstadt betrieb. „Die City war beim Hessentag gut integriert, unsere Erwartungen sind dicke erfüllt worden.“

Die dreitägige Hitzewelle war aus Rudolphs Sicht der einzige negative Punkt. An diesen Tagen hätten bis nachmittags nur wenige Besucher den Hessentag besucht. So wären kühlere Temperaturen an diesen Tagen „das Sahnehäubchen auf dem wundervollen Hessentag“ gewesen. Denn erst abends sei das Geschäft wieder besser gelaufen.

„Autofahrer kaufen mehr“

Regen Gästebetrieb registrierten auch innenstadtnahe Hotelbetriebe. Vor allem Kurzbesucher, die nur für eine Nacht gebucht hatten, füllten die Zimmer. Die hohe Nachfrage führte sogar zu einem Anstieg der Übernachtungspreise, „aber in moderatem Rahmen“, sagt Anna Homm, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands.

Als tollen Imagegewinn für die Stadt Kassel bezeichnen die City-Kaufleute und der Einzelhandelsverband Hessen-Nord (EHV) den Hessentag. „Zwar mussten die Händler sogar Umsatzeinbußen von rund 20 Prozent hinnehmen. Jedoch fielen die Verluste bei Weitem nicht so hoch aus wie beim Hessentag 2012 in Wetzlar – mit gut 40 Prozent“, sagt EHV-Geschäftsführer Martin Schüller. Grund: Aus Angst vor Staus seien weniger Autofahrer nach Kassel gekommen. „Autokunden geben aber drei- bis viermal so viel Geld aus wie Straßenbahnfahrer.“ Ohnehin: „Die Leute wollten feiern, nicht einkaufen.“ (mko/bon)

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