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Salafisten trafen sich in Kasseler Moschee

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Von: Katja Rudolph

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Kasseler Moschee
Mitten in der Innenstadt: In der Al-Madina-Moschee (Tür links) an der Schäfergasse fand am Wochenende ein Islamseminar des radikalislamischen Predigers Abu Walaa statt. Die Polizei kontrollierte mehr als 200 Teilnehmer der Veranstaltung. © Koch

Kassel. Eine Moschee in der Kasseler Innenstadt hat am Wochenende mehrere Salafisten aus Deutschland und dem Ausland angezogen.

Dort fand ein Islamseminar eines Predigers aus Nordrhein-Westfalen statt, der der salafistischen Szene nahesteht. Das bestätigte auf Anfrage der HNA die Polizei. Nach Recherchen der HNA handelte es sich dabei um den Prediger Abu Walaa.

Die Polizei hatte die Teilnehmer der Veranstaltung am Wochenende beobachtet und die Teilnehmer kontrolliert. Mehr als 200 Personen seien bereits zum Auftakt am Freitag an der Moschee an der Schäfergasse überprüft worden, teilte Polizeisprecher Jürgen Wolf mit. Dabei hätten sich zwei Personen den Beamten widersetzt. Sie müssen sich nun wegen Widerstands gegen die Polizei verantworten.

Unter den Besuchern des Seminars seien mehrere Mitglieder der salafistischen Szene gewesen, sie kamen aus verschiedenen deutschen Städten und aus dem benachbarten Ausland, sagte der Polizeisprecher. Salafisten sind Anhänger einer radikalen, extrem konservativen Strömung des Islam. Aus dem Kasseler Raum seien nur wenige Teilnehmer dabei gewesen.

Das Seminar in Kassel war über soziale Netzwerke vom 6. bis 8. Mai angekündigt worden. Ähnliche Veranstaltungen hätten bereits in anderen deutschen Städten stattgefunden, teilte die Polizei mit. Wegen des salafistischen Hintergrund habe man sich für offensive Kontrollen entschieden.

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