Salzmann-Areal: Vier Varianten im Rennen

Industriedenkmal Salzmann in Bettenhausen aus der Luft betrachtet: Rechts ist die Sandershäuser Straße zu sehen, am oberen Bildrand die Leipziger Straße und die Kunigundis-Kirche (links). In den denkmalgeschützten Gebäuden der Salzmann-Fabrik soll ein Behörden- und Dienstleistungszentrum entstehen. Foto: Herzog / Charterflug Kassel Knabe

Kassel. Damit aus der geplanten neuen Nutzung des Salzmann-Areals an der Sandershäuser Straße etwas werden kann, müssen im Kasseler Rathaus und von Investor Dennis Rossing in den nächsten Wochen die Hausaufgaben gemacht werden.

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Die Stadt muss entscheiden, welche Ämter nach Bettenhausen verlagert werden sollen. Der Investor muss ein „akzeptables Belegungs- und Nutzungskonzept für die überwiegend auch zukünftig nicht städtisch genutzten Flächen“ vorlegen. So fordert es die rot-grüne Koalitionsvereinbarung.

Was derzeit im Rathaus und vom Bad Hersfelder Immobilien-Entwickler Rosco zusammen mit dem Kasseler Architekten Hans-Uwe Schultze erarbeitet wird, soll auch den 2,5-Millionen-Euro-Zuschuss der Europäischen Union für den insgesamt 21 Millionen Euro teuren Umbau und die Sanierung der Salzmann-Gebäude sichern.

Im Rathaus sind noch vier Varianten für künftige städtische Büros im Industriedenkmal im Rennen. Möglich wäre ein „Technisches Rathaus“ mit allen Ämtern aus dem Baubereich, eine Zusammenfassung der Ämter des Jugend- und Bildungsbereichs, die Kombination Ordnung, Recht und Sicherheit oder die Variante Jugend, Schule, Ordnung, die wegen der Größe dieser Ämter den größten Platzbedarf hätte.

Die Planung der Kasseler Multihalle im Wandel der Zeit

„Die Entscheidung ist in Vorbereitung“, sagt Manfred Merz, Leiter des Geschäftsbereichs des Oberbürgermeisters. Bis zur Stadtverordnetenversammlung am 7. November soll klar sein, welche Ämter nach Bettenhausen umziehen sollen. Gelingt es, den EU-Zuschuss zu sichern, müsste bis zum Jahr 2013 gebaut und spätestens bis 2014 abgerechnet sein.

Nachdem die rot-grüne Vereinbarung stand, „sind wir sofort aktiv geworden“, sagt Architekt Hans-Uwe Schultze. Deshalb sei die geforderte Präzisierung der Planung bis zum 7. November zu leisten. Wird die Stadt künftig Ankermieter auf dem Salzmann-Areal, käme auch der angedachte Umbau der Kasseler Eissporthalle zu einer modernen, vielfach nutzbaren Veranstaltungsstätte wieder in Schwung. „Die Möglichkeit ist noch gegeben“, erklärt Schultze.

Rossing hatte der Stadt versprochen, bei einem Gelingen des gemeinsamen Salzmann-Projekts auf eigene Kosten die in die Jahre gekommene Eissporthalle für annähernd 14 Millionen Euro in eine kleine, aber feine Veranstaltungsarena zu verwandeln. Dem Vernehmen nach wurde die zwischen Halleneigner Simon Kimm und Rossing ausgehandelte Kaufoption für die Halle inzwischen verlängert. Zudem hat Volkswagen offenbar weiterhin Interesse an den Namensrechten an einer solchen Arena. Dabei soll es um ein längerfristiges Engagement und einen Betrag von insgesamt annähernd sechs Millionen Euro gehen.

Von Jörg Steinbach

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