Salzmann und Eissporthalle: Stadt spart elf Millionen Euro

Kassel. Fragen und Antworten zum Behördenzentrum Salzmann und zur Eissporthalle:

? Was passiert eigentlich mit den elf Millionen Euro, mit denen die Stadt die Errichtung einer Multihalle durch Infrastrukturbau unterstützen wollte?

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!Die Millionen werden nicht ausgegeben. Das ist angesichts der geplanten Neuverschuldung der Stadt von etwa 50 Millionen Euro in 2011 eine gute Nachricht.

? Bekommt denn Dennis Rossing überhaupt noch öffentliches Geld für seine beiden Vorhaben?

!Für den geplanten Umbau der Eissporthalle nicht. Für die Sanierung des Industriedenkmals Salzmann könnten 2,5 Millionen Euro fließen. Aber nicht aus der Stadtkasse, sondern aus Strukturfördermitteln der Europäischen Union. Zudem darf Rossing die besseren Abschreibungsmöglichkeiten für Denkmalschutz-Investitionen nutzen und würde damit Steuern in Millionenhöhe sparen.

? Wer soll denn neben den Rathaus-Mitarbeitern noch in die Salzmann-Gebäude ziehen?

!Ein technisches Rathaus benötigt etwa die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes. Für die andere Hälfte gibt es laut Rossing Interessenten, die sich gern in direkter Nähe zu den Baumämtern ansiedeln würden.

? Was würde geschehen, wenn Rossing die Eissporthalle doch nicht ausbaut?

!Dann würde die Halle vermutlich weiter im Eigentum von Simon Kimm bleiben. Öffentlicher Eislauf müsste weiter möglich sein, weil das der Erbbauvertrag mit der Stadt Kassel so vorschreibt. Auch die Kassel Huskies könnten dort weiter gegen Bezahlung Eishockey spielen. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass die Familie Kimm Millionen in eine Modernisierung der Halle stecken würde.

? Wäre es nicht sinnvoll, die Einrichtung eines technischen Rathauses zwingend an den Ausbau der Eissporthalle zu knüpfen?

!Nein, weil das Salzmann-Projekt auch ohne den Hallenausbau funktionieren würde. Mit dem Behördenzentrum besteht eine Chance, den weiteren Verfall des bedeutenden Industriedenkmals zu stoppen und damit gleichzeitig etwas für den Stadtteil Bettenhausen zu tun. Wenn auch diese Pläne scheitern, gibt es derzeit keine neue Idee, was auf der Industriebrache passieren kann.

Von Jörg Steinbach 

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