Für Salzmann-Nutzung drängt jetzt die Zeit: Stadt muss 2,5-Millionen-Zuschuss sichern

Kassel. Für die künftige Nutzung des Industriedenkmals Salzmann drängt die Zeit. Dort soll in den historischen Gebäuden ein neues Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum entstehen. Bis Anfang November muss dafür ein detailliertes Konzept auf den Tisch.

Sonst droht der Ausfall von 2,5 Millionen Euro Zuschuss, den die Stadt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung haben möchte.

Im hessischen Wirtschaftsministerium sind die 2,5 Millionen Euro für Salzmann vorgemerkt. Doch spätestens im November will man in Wiesbaden Klarheit, ob eine seit vielen Jahren diskutierte Sicherung des hochrangigen Industriedenkmals durch eine neue Nutzung tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann. Es gibt nämlich auch Zuschuss-Anträge von anderen Kommunen, und das Geld aus dem EU-Topf soll nicht blockiert werden, wenn es in Kassel weitere Verzögerungen geben sollte.

Im Rathaus wird derzeit die Entscheidung vorbereitet, welche Ämter nach Bettenhausen umziehen. In der rot-grünen Koalitionsvereinbarung steht, dass die Stadt maximal 11 000 Quadratmeter Fläche für Büros bei Salzmann mieten soll, um damit die Verwaltung effektiver zu machen und zudem die Stadtteilentwicklung in Bettenhausen anzukurbeln.

Bis zur Stadtverordnetensitzung am 7. November soll entschieden sein, welche Ämter auf dem Salzmann-Areal untergebracht werden, sagt Manfred Merz, Leiter des Geschäftsbereichs des Oberbürgermeisters. Während der Sitzung soll ein Beschluss zum Salzmann-Projekt gefasst werden, um mit dieser eindeutigen Absichtserklärung den 2,5-Millionen-Zuschuss zu sichern. Auf den Beschluss wartet auch die Bad Hersfelder Rosco-Gruppe, der die Salzmann-Immobilie gehört. „Das Projekt steht“, sagt Architekt Hans-Uwe Schultze, „wir sind bereit, sofort anzutreten.“

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