Stadtreiniger mit neuen Fahrzeugen im Winterdienst - 1700 Tonnen Salz auf Lager

Salzsole soll vor Blitzeis schützen

Salzsole statt Streusalz: Die Stadtreiniger haben ein Fahrzeug umgerüstet, das bei drohendem Eisregen zum Einsatz kommt. Foto:  dpa

Kassel. Noch ist es ausgesprochen mild, aber der Winter kommt bestimmt. Die Stadtreiniger haben sich jedenfalls darauf eingestellt. Das Lager auf dem Gelände am Lossewerk in Bettenhausen ist mit 1200 Tonnen Streusalz gefüllt, in einem weiteren Lager stehen noch einmal 500 Tonnen zur Verfügung. „Wir richten uns darauf ein, dass der Winter ebenso hart wird wie in den vergangenen zwei Jahren“, sagt Bürgermeister und Abfalldezernent Jürgen Kaiser (SPD).

Die Stadtreiniger setzen erstmals ein Fahrzeug ein, das ausschließlich Salzsole auf Straßen aufbringt. Die Flüssigkeit soll insbesondere auf Gefällestraßen (zum Beispiel am Brasselsberg) eingesetzt werden.

„Wenn Eisregen und Blitzeis drohen, kann man die Salzsole schon im Vorfeld einsetzen“, sagt Klaus Heinemann, der stellvertretende Betriebsleiter der Stadtreiniger. Mit einem zusätzlichen Soletank steht ein Vorrat von 84 000 Litern zur Verfügung.

Die Stadtreiniger sind auf Kassels Straßen für eine Gesamtstrecke von 460 Kilometern zuständig. Hinzu kommen 103 Straßenbahn- und 65 Bushaltestellen. Die Debatte um den Winterdienst des Landes, der jetzt doch nicht eingeschränkt wird, hat keine Auswirkungen auf den Service in Kassel.

Die zehn Räum- und Streufahrzeuge der Stadtreiniger sind mit ihrer Besatzung von 4 Uhr früh bis 21 Uhr am Abend im Einsatz. Wenn es stark schneit, werden die Schichten ausgedehnt.

Gestreut und geräumt werden auch die Hauptradwege und die Fußgängerzone in der Innenstadt. „Da haben wir in der vergangenen Wintersaison erste Erfahrungen gesammelt und wollen das weiter optimieren“, sagt Jürgen Kaiser. Einer der vier neuen Kleintraktoren für den Winterdienst kommt ausschließlich in der Innenstadt zum Einsatz.

Gehwege Privatsache

Bei einem Wintereinbruch werden zuerst die Hauptverkehrsstraßen geräumt, danach geht es bis in die Wohnstraßen weiter. Bei den 200 Ampelübergängen und den öffentlichen Treppen ist Handarbeit gefragt.

Für die Gehwege sind die privaten Grundstückseigentümer verantwortlich. An Werktagen müssen die Bürgersteige von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr von Eis und Schnee befreit sein.

www.stadtreiniger.de

Von Thomas Siemon

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