Samstag: Bundessozialgericht lädt erstmals zum Tag der offenen Tür ein

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Zuwachs: Im Zuge der Modernisierung des Bundessozialgerichts entstand im Innenhof ein neuer Sitzungssaal. Beim Tag der offenen Tür findet dort eine öffentliche Sitzung statt. 

Kassel. Premiere am Graf-Bernadotte-Platz: Erstmals in seiner Geschichte veranstaltet das Bundessozialgericht (BSG) am Samstag, 27. August, einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 16 Uhr haben Besucher Gelegenheit, das für 35 Millionen Euro sanierte und modernisierte Gebäude zu besichtigen und einen Blick in das Dienstzimmer von BSG-Präsident Peter Masuch zu werfen.

Im neuen Elisabeth-Selbert-Saal, der im Hof des höchsten deutschen Sozialgerichts entstanden ist, wird sich der 4. Senat unter Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Voelzke ab 10 Uhr in öffentlicher Sitzung mit der Klage einer Ein-Euro-Jobberin auf Lohnerstattung befassen. Vor der Sitzung gibt es für die Zuhörer eine Einführung (ab 10.30 Uhr), nach der Entscheidung des Senats eine Nachbereitung (ab 12.30 Uhr). Im Erdgeschoss präsentieren sich der DGB, Sozialverband Deutschland und VdK, die als Prozessvertretung auftreten. Es gibt Themenführungen rund um die Sanierung des BSG, zur Sozialgerichtsbarkeit und Architekturgeschichte des Gebäudes, das von den Nationalsozialisten 1936 bis 1938 als Generalkommando errichtet worden war.

Ob nationalsozialistisches Denken in der frühen Rechtsprechung des BSG Eingang fand, ist Thema eines Vortrags im Bernadotte-Saal (14.15 und 14.45 Uhr). Der Innenhof und die Geschäftsstellenverwaltung sind zur Besichtigung ebenso zugänglich wie ein richterlicher Arbeitsplatz. Im Bernadotte-Saal wird der lange verschollene Lehrfilm „In letzter Instanz“ gezeigt, der in den 1960er-Jahren im BSG gedreht und damals im Vorprogramm der Kinos gezeigt wurde (ab 10.30 Uhr im Halbstundentakt, letzte Vorführung 13.30 Uhr).

Besucher können sich auch über Ausbildungsberufe am BSG und juristische Quellen im Internet informieren, einen Blick in die größte sozialrechtliche Büchersammlung Deutschlands werfen, einem Buchbinder zuschauen sowie einen modernen Arbeitsplatz mit einem aus den 1950er-Jahren vergleichen.

Die Big Band der Jacob-Grimm- und der Heinrich-Schütz-Schule bietet musikalische Unterhaltung, es gibt Speisen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen. (els)

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