Sandershäuser Berg: A7-Anschluss rückt näher

Niestetal / Kassel. Das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg bei Niestetal erhält wahrscheinlich doch einen eigenen Anschluss an die Autobahn 7. Nach Informationen der HNA stehen die Chancen für den Bau einer direkten Anbindung gut.

In den nächsten Wochen werde es erneut ein Gespräch zwischen Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) und dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), geben, sagte ein Ministeriumssprecher in Wiesbaden auf HNA-Anfrage. Über Einzelheiten wollte er sich nicht äußern.

Mit der Anschlussstelle würde der Weg frei für ein maximal 85 Hektar großes interkommunales Gewerbegebiet. Daran wollen sich neben Niestetal unter anderem Kassel und Baunatal beteiligen.

Bislang umfasst das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg 25 Hektar. Dort entsteht die neue Produktionsstätte von SMA. In dem interkommunalen Gewerbegebiet könnten sich Zulieferer des Solartechnikherstellers ansiedeln. In den vergangenen Monaten hatten sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Berlin nachdrücklich für einen Autobahnanschluss eingesetzt, nachdem das Bundesverkehrsministerium die Pläne abgelehnt hatte. Zur Begründung hatte Berlin darauf verwiesen, dass Anschlussstellen, die allein der Erschließung von Gewerbegebieten dienen, nicht mehr genehmigt würden.

Der Vorschlag Poschs, den Anschluss auch für eine schnellere Verbindung zum Flughafen Calden zu nutzen, wurde nach Protesten aus der Bevölkerung ad acta gelegt. Als neue Begründung dient angeblich der durch den Bau der A 44 im Lossetal zunehmende Verkehr an der Anschlussstelle Kassel-Nord und auf der Dresdener Straße, einer wichtigen Einfallstraße im Osten der Großstadt. Diese Bereiche, so die Begründung, könnten durch einen Anschluss am Sandershäuser Berg entlastet werden.

Von Peter Ketteritzsch

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