Erweiterung Gewerbegebiet Sandershäuser Berg: Kommunen wollen dran bleiben

Kreis Kassel. Eine Erweiterung des 25 Hektar großen Gewerbegebiets Sandershäuser Berg um bis zu 55 Hektar wird es nur geben, wenn sich neben Niestetal andere Kommunen daran beteiligen. Denn nach der Vorgabe des Regionalplans muss der Ausbau interkommunal erfolgen.

Das Interesse ist vorhanden. Neben der Stadt Kassel haben die Stadt Baunatal und die Gemeinden Lohfelden und Fuldabrück Interesse an dem Projekt bekundet. Unklar ist jedoch die vom Land geforderte Finanzierung durch die Städte und Gemeinden, dazu gibt es noch keine klaren Vorstellungen.

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„Unser Grundsatzbeschluss steht: Wir beteiligen uns“, sagte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) auf Anfrage der HNA. Über die konkreten Bedingungen müsse man nun reden. Es habe erste Gespräche zwischen den interessierten Kommunen gegeben. Das interkommunale Gewerbegebiet Sandershäuser Berg sei „sinnvoll und notwendig für die Region“, sagte Schaub.

„Wir haben ein starkes Interesse“, bekräftigte auch Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Man habe verabredet, jetzt Gespräche zu führen, um die Eckpunkte abzustimmen. Lohfelden habe mit den interkommunalen Gewerbegebieten Lohfeldener Rüssel und Güterverkehrszentrum Kassel gute Erfahrungen gemacht.

„Wir haben unser grundsätzliches Interesse signalisiert“, sagte Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD), letztlich müsse aber das Gemeindeparlament entscheiden. Er könnte sich vorstellen, dass der Zweckverband Raum Kassel (ZRK), wie bereits im Güterverkehrszentrum (GVZ) Kassel, eingebunden werde.

Die Stadt Kassel wollte sich gestern nicht äußern. Magistratssprecherin Petra Bohnenkamp verwies auf den Zweckverband Raum Kassel (ZRK), der ein Konzept zur Erschließung und Finanzierung erarbeiten solle. Nach Informationen der HNA sind Planer derzeit dabei, den Kostenrahmen für den Autobahnanschluss und die Erweiterung des Gewerbegebiets zu ermitteln. Die Autobahnauffahrt ist nicht unter fünf Millionen Euro zu haben. Die Erschließungskosten des Gewerbegebiets könnten mit 50 bis 80 Millionen Euro zu Buche schlagen, je nach Ausbaustandard. Der hängt wiederum auch davon ab, welche Firmen sich dort niederlassen wollen.

Kostendämpfend kann sich die Erschließung des gerade im Bau befindlichen ersten Abschnitts von 25 Hektar auswirken. Hierbei wurden nach Auskunft der Gemeinde die Kanalrohre so dimensioniert, dass sie auch für die Erweiterungsfläche ausreichen würden.

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrike Gottschalck (Niestetal) kritisierte gestern Abend den Vorstoß des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU). „Es fehlen klare Worte zur Finanzierung“, sagte sie der HNA.

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