Sandershäuser Berg: Auf Umweg zum Zubringer

Der Anfang ist gemacht: Im Kern des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg entsteht gegenwärtig der Komplex des Solartechnikherstellers SMA. Der Autobahnanschluss ist die Voraussetzung dafür, dass das Gewerbegebiet erweitert werden kann. Foto:  Socher

Kassel / Niestetal. Von der Entscheidung über den Autobahnanschluss am Sandershäuser Berg hängt viel ab: Nur wenn das Areal direkt an die A 7 angebunden wird, können die Pläne für ein großes interkommunales Gewerbegebiet verwirklicht werden.

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Denn den (Schwer-)Verkehr, der sonst durch die Orte liefe, könnten die Dresdener Straße, Sandershausen und Heiligenrode, aber auch die benachbarten Staufenberger Ortsteile Landwehrhagen und Lutterberg nicht verkraften.

Zudem akzeptieren Firmen, die sich am Sandershäuser Berg ansiedeln wollen, keine Umwege: Sie wollen eine direkte Anbindung an die Autobahn. Nach Auskunft von Andreas Güttler, Geschäftsführer des Zweckverbands Raum Kassel, wird zwar weiterhin ein sogenannter Vollanschluss in dem Verkehrsgutachten der Gemeinde Niestetal geprüft; verwirklicht werden dürfte dieser allerdings kaum. Denn die Linie des Bundesverkehrsministeriums ist eindeutig: Anschlussstellen, die nur für Gewerbegebiete gebaut werden, haben keine Chance auf Genehmigung.

Seit dem Sommer haben sich Politiker aus der Region, darunter Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD), daher um eine Alternativlösung bemüht. Dabei musste sichergestellt werden, dass das Ministerium offiziell bei seiner Linie bleiben kann. Dies wäre dem Vernehmen nach bei der Rampen-Lösung der Fall. Denn Hauptargument der Befürworter ist jetzt offiziell nicht mehr das Gewerbegebiet, sondern die steigende Verkehrsbelastung an der Anschlussstelle Kassel-Nord und auf der Dresdener Straße.

Und auch im Hinblick auf die Kosten für den Bau und die Unterhaltung der „Anschlussstelle light“ ist eine Lösung in Sicht. Das Projekt könnte mit Geld aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz verwirklicht werden. In diesem Fall würde der Bund nicht direkt, sondern auf dem Umweg über das Land zahlen.

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