Vom Sandkasten bis zum Bolzplatz: Der Spielplatz Kragenhöfer Straße wurde renoviert

Hier geht es rund: Auf dem Spielplatz an der Kragenhöfer Straße in Philippinenhof/Warteberg darf unter anderem die neue Seilbahn ausprobiert werden. Jessica, Justin, Eduard, Fabian, Tim (von links) und im Vordergrund Marvin haben die Spielgeräte schon in Beschlag genommen. Foto: Niklas

Philippinenhof / Warteberg. „Dass ich das noch erleben durfte“, sagt Helmut Pfaff, stellvertretender Ortsvorsteher in Philippinenhof-Warteberg, und klatscht in die Hände. Drei Jahre lang wurde der Spielplatz an der Kragenhöfer Straße geplant und umgestaltet, jetzt ist er fertig.

„Der Höhepunkt ist die neue Seilbahn“, sagt Daniela Ritter. Und während die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Kassel von dem neuen Spielgerät schwärmt, schwingt sich der neunjährige Marvin auf die schwarze Gummischeibe. „Das macht so viel Spaß“, sagt der Schüler und fährt gleich nochmal. 5600 Euro kostete die Seilbahn. Das Geld dafür kam vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Kassel.

Für den Sandkasten, die Schaukel, das Spielhaus und deren Sicherheit hat das Umwelt- und Gartenamt, das auch für die Gestaltung des Spielplatzes zuständig war, 19 000 Euro ausgegeben. Außerdem hat man begonnen, den Bolzplatz zu versetzen und dessen Rasen zu renovieren. Dafür habe der Ortsbeirat 5000 Euro zur Verfügung gestellt. „Und wenn man sich jetzt hier auf der Schanze umsieht, hat sich das lange Warten doch gelohnt“, sagt Ritter und lächelt.

Bolzplatz zu hügelig

Keine fröhlichen Gesichter gab es dagegen am neuen Bolzplatz. „Der war der größte Wunsch der Jugendlichen im Stadtteil“, erklärt Pfaff. Und der wurde nicht richtig erfüllt. Zu hügelig sei die Fläche, es gebe Stellen, an denen kein Gras wächst und Löcher im Boden. „Da bricht man sich den Fuß, wenn man hier spielen will“, sagt Christopher Knauber. Auf den Bolzplatz an der Weidestraße dürften die jungen Erwachsenen nicht mehr gehen, der sei nur für Jüngere gedacht, erzählt der 23-Jährige. Und sonst gebe es im Stadtteil keine Alternative zum Kicken.

Projektleiter Gerd Saalfeld vom Umwelt- und Gartenamt war erstaunt über die Reaktion der Jugendlichen. „Das hier ist schließlich ein Bolz- und kein Fußballplatz“, sagt er. Wilde Tiere graben hier, Kinder nutzen die Wiese auch für andere Sportarten und Spaziergänger laufen darüber – auf öffentlichen Sportplätzen könne daher nie ein Fußballplatzniveau erreicht werden. Gegen die Pfützen, in denen früher immer das Wasser stand, wurde Sand in den Rasen eingelassen. Außerdem werde ab sofort der Rasen regelmäßig gemäht. Und wenn das Gras in den nächsten vier Wochen genug gewachsen ist und die Tore an ihren Platz gesetzt werden, werde man die Löcher einmal richtig verfüllen. „Ansonsten sollen die Jugendlichen Bescheid sagen, wenn es neue gibt, dann kümmere ich mich darum“, verspricht er. (pmn)

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