Planungsprozess startet 

Kasseler Schulen werden saniert: Offene Schule und Hegelsbergschule als erstes dran

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Offene Schule Waldau wird saniert: Die Planungsarbeiten unter anderem mit Schülern, Lehrern, Eltern, Schulleitung und Stadtteilvertretern beginnen jetzt. 

Jetzt geht das Modernisieren der Schulen in Kassel los. Die Offene Schule Waldau und die Schule Hegelsberg machen den Anfang. 

Weitere drei Schulen stehen auf der Prioritätenliste: die Gesamtschulen Johann-Amos-Comenius-Schule und Georg-August-Zinn-Schule sowie die berufliche Elisabeth-Knipping-Schule.

Die Schulgebäude, die zum großen Teil aus den 1970er-Jahren stammen und stark sanierungsbedürftig sind, sollen „modern und zukunftsfähig“ gemacht werden“, sagte zur Pressekonferenz Bürgermeisterin Ilona Friedrich.

Bereits im März hatte Oberbürgermeister Christian Geselle das Konzept zur Sanierung der Kasseler Schulen vorgestellt und mit seinem Finanzierungsmodell außerdem einen Überraschungscoup gelandet: Um den Stadthaushalt mit dem Millionenvorhaben im dreistelligen Euro-Bereich nicht zu belasten, wurde für die Abwicklung der Arbeiten eine Tochterfirma der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GWG gegründet, die GWGpro.

Planungen haben begonnen 

Mit dem renommierten Planungsbüro für Schulbauten, „büroschneidermeyer“ aus Stuttgart, hat sich die Stadt einen erfahrenen Partner an die Seite von GWGpro geholt. Mitgesellschafter Jochem Schneider stellte gestern das Vorgehen vor.

Bevor überhaupt mit einem Architektenwettbewerb und den Bauarbeiten begonnen wird, startet heute ein intensiver Planungsprozess. „Die Phase Null ist eine der wichtigsten Phasen beim Bauen oder Sanieren einer Schule“, sagte Schneider. Die jeweiligen Schulgemeinden aber auch Stadtteilvertreter sind jetzt eingeladen, sich an der sechs bis acht Monate dauernden Planungsphase zu beteiligen und ihre Vorstellungen einzubringen. Bei der Bedarfsanalyse sollten im Vorfeld möglichst alle Betroffenen eingebunden werden, so GWG-Chef Peter Ley. „Wir realisieren neue Raumkonzepte“, so Schneider. „Die alte Flurschule mit homogenen Räumen sei passé. Für eine Schule wie die OSW, die ohnehin in Jahrgangsteams arbeite, sei die Planung eine positive Herausforderung. 

An zweiter Stelle steht die Schule Hegelsberg: Auch hier startet noch in diesem Jahr die Planungsphase.

Drei Workshops in diesem Jahr 

Schule könne „Kristallisationspunkt im Stadtteil“ sein, sagt Helga Boldt vom „büroschneidermeyer“. Allerdings sei der Prozess kein Wunschkonzert, sondern bedeute Arbeit für die Schulen, so Schneider. Unter anderem stünden noch in diesem Jahr drei Workshops an. Im Fall der OSW werde geklärt, ob Gebäude abgerissen und neu gebaut werden müssen. Dann sei es nötig, für die Zeit des Übergangs Ersatzbauten aufzustellen. 

Mit der OSW werde mit der Planung ab sofort begonnen, so Schneider. Die integrierte Gesamtschule und Landesversuchsschule in Waldau wird den Auftakt im Sanierungsreigen machen. Anvisiert ist, dass die Schüler 2023 wieder Unterricht in modernisierten, möglicherweise neu gebauten Schulgebäuden machen können.

Als zweite Schule folgt die kooperative Gesamtschule Hegelsberg in der Nordstadt. Auch hier startet die Planungsphase in diesem Jahr.

Am Ende wird die Stadtverordnetenversammlung für jede einzelne Schule über die Pläne und ermittelten Kosten, die jeweils im zweistelligen Millionenbereich liegen werden, abstimmen.

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