Sanierung Tulpenallee: Von der Asphaltschneise zur Parkstraße

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Entzerrt: Der Gehweg - hier im Bereich unterhalb des Schlosses - verläuft nicht mehr direkt neben der Fahrbahn. Straße und Fußweg bekommen eine einheitliche beige Oberfläche, die sich besser in den Bergpark einpassen soll.

In den kommenden zwei Monaten wird auf Tulpen- und Rasenallee die Straße saniert. Richtig spannend wird es aber erst im kommenden Jahr. Dann soll die Straße durch den Bergpark ein ganz neues Gesicht bekommen.

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Das gesamte Bauvorhaben, das Stadt und Land zusammen schultern, kostet 7,1 Mio. Euro.

Dafür werden auch die Bürgersteige, die derzeit direkt neben der Fahrbahn verlaufen, von der Straße entfernt. Gerade durch das teilweise zehn Meter breite Asphaltband wirke die Straße im jetzigen Zustand so wuchtig, sagt Carl Flore vom Stadtplanungsamt.

Entwürfe

Entwürfe: Umgestaltung der Tulpenallee

Durch die Abtrennung der Gehwege wird der Asphaltkomplex aufgelockert, aber auch die Fahrbahn soll an einigen Stellen verschmälert werden. Künftig soll sie durchgehend 6,50 Meter breit sein - eine genormte Straßenbreite, die die Begegnung auch von Bussen erlaubt.

Der Straßenbelag für die „Parkstraße“ ist einzigartig: Auf knapp zwei Kilometern soll durch eine Beimischung feinen Granit-Splits die beige Färbung der Fahrbahnoberfläche erreicht werden. Ein Probestück soll bereits im Oktober im hinteren Bereich der Tulpenallee angelegt werden. Durchgehend aufgebracht wird der Belag aber erst im nächsten Frühjahr, damit in den unterschiedlichen Bauabschnitten der exakt gleiche Farbton erreicht wird.

Marion Fischer-Ebel

Der Platz zwischen Schlosshotel und Ballhaus soll komplett neu gestaltet werden. Er soll - einschließlich der Fahrbahn - mit beigem Naturstein gepflastert werden. „Bisher werden die beiden Seiten sehr getrennt wahrgenommen - als ob auf der Seite des Gewächshauses der Bergpark beginnt und die andere Seite nicht dazu gehört“, sagt Marion Fischer-Ebel vom Stadtplanungsamt. Das soll sich nun ändern. Damit der Charakter eines einheitlichen Platzes nicht aufgebrochen wird, grenzen lediglich Poller die Straße ab, erklärt Marion Fischer-Ebel vom Stadtplanungsamt. Bürgersteigkanten gibt es keine mehr.

Zwischen Straße und Schlosshotel wird ein Baumhain gepflanzt, Bänke werden zum Verweilen einladen. Das Hotel bekommt eine zentrale Zufahrt neben dem Schlosscafé-Gebäude.

Am Besucherzentrum/Endstation Linie 1 soll die Fußgängerunterführung verschwinden. Stattdessen wird künftig ein großzügige Treppe in den Park hinüberführen. Auch hier soll die Straße bordsteinfrei durch Pollerstreifen abgegrenzt werden. Die KVG wird die Haltestelle so umbauen, dass sich dort künftig auch zwei Trams aufstellen können. Die Gleise werden mit Rasen begrünt. Und direkt bei der Ankunft öffnet sich der Blick in den Bergpark. (rud)

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