Männer wollten Holzsarg im Zug transportieren

Sarg irritierte Gäste im Kasseler IC-Bahnhof

Kassel. Ein Sarg irritierte am Samstagnachmittag mehrere Menschen im IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Zwei Männer mit mit langen schwarzen Mänteln transportierten das ungewöhnliche Gepäckstück.

Nach Angaben von Benny Roob, Sprecher der Bundespolizeiinspektion, gehören die 21- und 25-jährigen Männer der Gothic-Szene an und und haben den Eichensarg zu Dekorationszwecken in Kassel gekauft. Sie hätten das neue Möbelstück mit dem Zug von Kassel zu ihrem Wohnort nach Bad Ems (nahe Koblenz) transportieren wollen.

Mehrere Reisende hätten beim Service-Point der Bahn gemeldet, dass sie einen Sarg im Bahnhof gesehen hätten. „Die gerufenen Bundespolizisten waren zwar von dem Sarg überrascht, konnten aber keine Anhaltspunkte für eine Gefahr oder Straftat feststellen“, sagt Roob.

Nichtsdestotrotz endete die Zugfahrt der beiden Männer in Wabern. Dort stellte sich bei der Fahrscheinkontrolle heraus, dass der Holzsarg zu groß für einen Personenzug war. In der aktuellen Fassung der Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn heißt es dazu: „Neben Handgepäck darf der Reisende ein Stück Traglast mit sich führen. Traglasten sind Gegenstände, die - ohne Handgepäck zu sein - von einer Person getragen werden können.“ Da die zwei Männer nicht auf den Sarg verzichten wollten, verließen sie in Wabern den Zug. (use).

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