Städtische Werke wollen Wellnessbereich wegen Corona nicht öffnen

Sauna im Auebad bleibt weiter geschlossen

Bei Saunafans beliebt: Der Wellnessbereich im Kasseler Auebad war bis zur Corona-Krise ein gefragter Ort.
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Bei Saunafans beliebt: Der Wellnessbereich im Kasseler Auebad war bis zur Corona-Krise ein gefragter Ort.

Kassel – Das Wetter wird schlechter und so wird es in den nächsten Wochen wieder mehr Menschen in die Saunen ziehen. Doch während in der Kurhessen Therme, in Fitnessstudios und ab 2. Oktober auch im Baunataler Aquapark die Saunen nach der Corona-Schließung wieder eingeschränkt geöffnet sind, will das Auebad seinen Wellnessbereich weiter geschlossen halten.

Viele regelmäßige Saunagäste wundern sich über die coronabedingte Sperrung des beliebten Wellnessbereichs im Auebad. Als Hauptgrund für die anhaltende Schließung wird von den Städtischen Werken das mangelnde Platzangebot ins Feld geführt.

„In der Sauna des Auebads gibt es keine großen Frei- und Liegeflächen, außerdem sind die Verkehrswege sehr schmal. Abstandsregeln ließen sich nur bei extrem geringen zulässigen Besucherzahlen einhalten. Der Aufwand dafür stünde wirtschaftlich in keinem Verhältnis“, so Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke.

Zudem gebe es im Saunabereich ausschließlich Sammelumkleiden. Und diese seien im Auebad derzeit grundsätzlich geschlossen.

Das Dampfbad dürfe wegen der Aerosolbildung ohnehin nicht öffnen und das Wedeln nach den Aufgüssen sei ebenfalls untersagt. „Dennoch stehen wir in Kontakt mit der Stadt und sind in Gesprächen und arbeiten im Hintergrund daran, um im möglichen Fall schnell öffnen zu können.“

In der Kurhessen Therme und bei weiteren Anbietern – wie etwa dem Balance Fitnessstudio – haben sich die Türen für Erholungssuchende bereits vor Monaten wieder geöffnet – obwohl es auch dort Sammelumkleiden gibt. Möglich war die Wiedereröffnung durch das Aufstellen von Hygienevorschriften. So gelten Abstandsregeln in den Saunen und eine maximal zulässige Nutzerzahl. In der Therme dürfen maximal 200 Menschen in den Saunabereich und müssen dafür im Vorfeld eine Karte erwerben. Die Dampfbäder sind nicht in Betrieb und nach Aufgüssen wird die Luft nicht verwedelt.

Zudem werden die Saunen auf mindestens 80 Grad angeheizt, um die Gefahr einer möglichen Ansteckung mit dem Virus zu reduzieren. (Bastian Ludwig)

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