Saxophonist Max Greger war mehrfach zu Gast in Nordhessen

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Mitreißende Live-Show: Max Greger spielte im Jahr 2000 in der Kasseler Stadthalle zur Modenschau anlässlich des 30jährigen Bestehens des „Modesalons Am Kammerberg“.

Kassel/Ahnatal. Marcus Nimbler (50) , Inhaber des Ahnataler Traditionsgeschäfts „Modesalon Am Kammerberg“ kommt ins Schwärmen, wenn er von dem am Wochenende gestorbenen Jazz-Musiker und Big-Band-Legende Max Greger erzählt.

Zum 30. Bestehen seines Modesalons, den Nimbler seinerzeit gemeinsam mit seiner inzwischen ebenfalls gestorbenen Mutter Gerda Nimbler führte, hatten die nordhessischen Geschäftsleute keinen Geringeren als den großen Max Greger und acht seiner Bigband-Mitglieder engagiert. Sie boten im Jahr 2000 den Sound zur Jubiläums-Modenschau in der Kasseler Stadthalle.

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„Es war ein ganz toller Auftritt“ erinnert sich Nimbler, der selber Musiker ist. Max Greger sei ihm als „toller Musiker mit einem besonderen Sinn für Rhythmus“ in Erinnerung geblieben. „Er war ein lieber und feiner Mensch, ohne Allüren.“

Seit den 1950er-Jahren war der Münchner Saxofonist und Big-Band-Star Max Greger immer wieder auch in der Kasseler Stadthalle zu hören. Im August 1957 wurde ein Konzert des damals 30jährigen Jazzmusikers in der Zeitungswerbung noch als „Maxi macht Musik“ angekündigt. Sein „großes Tanz- und Schauorchester, bekannt durch Funk, Fernsehen, Film und Polydor-Schallplatten“ spielte „Lieblingsmelodien im Rhythmus unserer Zeit“, hieß es in den Hessischen Nachrichten.

Im September 1960 war Greger erneut in Kassel: „Selten sah man eine solche Fülle junger Tanz-Enthusiasten in der Stadthalle, als am vergangenen Sonntag Max Greger mit seinen Männern zum Jugendball aufspielte“, schrieben die Hessischen Nachrichten. „Mehrere bekannte Künstler des Faches Schlager traten in den Tanzpausen auf und brachten die ohnehin schon schäumende Stimmung zur Siedehitze, die nur mit beachtlichen Mengen von Apfelsaft und Sprudel kompensiert werden konnte.“ Ein Jahr später, im November 1961, machte der „Schlagerexpreß“ im überfüllten Festsaal der Kasseler Stadthalle erneut Station. Max Greger und seine Getreuen hatten zum Bunten Abend eingeladen.

Auch der Kasseler Harald Wenzel (52) kann sich gut an die mitreißende Live-Wirkung des bayerischen Musikers erinnern: Als Max Greger 2003 zusammen mit Hugo Strasser während des Tanzturniers „ARD-Master-Gala“, einer der großen Tanzveranstaltungen des Kasseler Rot-Weiss-Clubs, auf der Bühne stand, war Club-Sportwart Wenzel hautnah dabei. Er war zur Betreuung der beiden Altstars abgestellt. Die Instrumente-Koffer der alten Herren waren mit Pillendosen und Medikamenten gefüllt, erinnert er sich: „Aber eine Power hatten die! Die waren schon brillant und haben dem Publikum mächtig eingeheizt.“ Der Turnierleiter habe ständig darauf gedrungen das Turnier fortzusetzen, aber das Publikum wollte zur Musik von Greger und Strasser tanzen und forderte Zugabe um Zugabe.

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