Betrüger haben Smartphones im Visier

Schadsoftware auf Android-Geräten: Polizei rät zur Vorsicht

Kassel. Die Polizei warnt vor einer Schadsoftware, die sich durch das Herunterladen von Apps aus unbekannten Quellen auf Smartphones mit Android-Betriebssystem installiert.

Laut Polizei waren von der Schadsoftware zunächst nur Computer betroffen, seit April vergangenen Jahres werden zunehmen auch Android-Geräte infiziert.

Ist der Schädling auf einem Gerät aufgespielt, blockiert er dieses. In einer Meldung wird der Besitzer anschließend aufgefordert, 100 Euro zu zahlen, um von einer Strafe für den vermeintlichen Besuch von pornografischen Seiten oder angeblicher Lizenzverstößen abzusehen. Zudem solle nach Zahlung der Strafe das Gerät wieder freigeschaltet werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. 

Um sein Smartphone von der Schadsoftware zu befreien, sollte der Nutzer das Gerät laut Polizei ausschalten, um es anschließend im abgesicherten Modus hochzufahren. Wie das funktioniert, ist abhängig vom Gerätehersteller (eine Anleitung finden Sie hier). Im abgesicherten Modus werden nur die Apps aufgerufen, die beim Kauf auf dem Handy installiert waren. Man kann aber später installierte Programme entfernen – auch das mit der Schadsoftware.

Da es sich um eine Schadsoftware handelt, die laut Polizei aller Voraussicht nach durch eine heruntergeladene App aufgespielt wird, die nicht aus dem Google-Play-Store, sondern einer anderen Quelle stammt, sollte man diese in den Einstellungen im Menüpunkt "Apps" entfernen.

Neu ist allerdings eine Variante, bei der die beschriebene Vorgehensweise nicht hilft. Dann bleibt dem Nutzer nur noch, sein Handy auf Werkseinstellung zurückzusetzen. Achtung: Dabei gehen alle Daten - wie Bilder, heruntergeladene Apps und Musik - auf dem Gerät verloren.

Die Polizei rät vor diesem Hintergrund, nur Apps aus bekannten Quellen herunterzuladen. In den Einstellungen kann man dazu unter dem Menüpunkt "Sicherheit" bestimmen, dass man nur solchen Apps die Installation erlaubt. Zudem sollte eine Antiviren-App installiert werden.

Nutzer von Apple-Geräten sind nicht betroffen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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