70 Wanderer beim Marathon des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins

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Fix und fertig: Harald Beck (von links) und sein Sohn Carl, Ada Schmeizl-Wagner (alle Kassel) und Adrian Millhoff aus Fritzlar freuen sich, endlich im Ziel angekommen zu sein.

Kassel. Erschöpft, teils humpelnd und doch glücklich: Als die 70 Teilnehmer und acht Wanderführer des Kasseler Wandermarathons nach 42,195 Kilometern am Abend gemeinsam ins Ziel am Auestadion einliefen, waren viele von ihnen fast zwölf Stunden unterwegs gewesen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde Carl Beck zuteil. Mit seinen acht Jahren war der Schüler aus Kassel der mit Abstand Jüngste im Teilnehmerfeld - und hielt fast bis zum Schluss durch.

„Eigentlich hätte Carl heute ein Fußballspiel gehabt“, sagte Vater Harald Beck in Eppo’s Clubhaus, dem Start- und Zielpunkt des vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins Kassel veranstalteten Wandermarathons. Da das Spiel jedoch kurzfristig ausfiel, wanderten beide spontan mit. „Bei dem schönen Wetter mussten wir einfach mitmachen“, sagte Beck.

Die äußeren Bedingungen - blauer Himmel und sommerliche Temperaturen - sorgten jedoch auch dafür, dass drei Teilnehmer unterwegs aufgeben mussten. „Sie haben sich vermutlich überschätzt“, sagte Organisator Hans-Georg Kredel (70). Strecken- und Verpflegungsposten hatten das Trio umgehend versorgt. 40 Vereinsmitglieder waren während des Marathons als Helfer im Einsatz.

Das Teilnehmerfeld war in zwei Gruppen gestartet. Gruppe eins peilte ein Durchschnittstempo von 4,2 Kilometern pro Stunde an und startete morgens um sieben Uhr.

Zwei Stunden später ging die schnellere Gruppe mit 5,2 Stundenkilometern auf die Strecke, die vom Auestadion über die Verpflegungspunkte Finkenherd, Montessori-Schule und Grillhütte Nordshausen führte. „Angesichts der Hitze haben unsere Teilnehmer großartig durchgehalten“, zog Hans-Georg Kredel ein positives Fazit der ambitionierten Wanderung.

Auch Carl und Harald Beck, die in der zweiten Gruppe gestartet waren, waren anschließend stolz auf ihre Leistung. „Nach 30 Kilometern wollte ich erst aufhören“, sagte Carl, „aber wenn ich eine Medaille bekomme, möchte ich mir die auch verdienen“.

Mehr Informationen zum Thema unter: www.wandern-nordhessen.de

Bei Kilometer vierzig, auf Höhe der Dennhäuser Straße, nahmen er und sein Vater dann vorsichtshalber doch die Tram Richtung Auestadion. „Ich war einfach zu kaputt“, gestand der Achtjährige im Ziel.

Lange erholen konnte er sich allerdings nicht. Denn am nächsten Morgen stand schon wieder ein Fußballturnier auf dem Programm. Für Carl, der in der F-Jugend von Olympia Kassel spielt, aber kein Problem: „Ich stehe ja nur im Tor“.

30-Kilometer-Tour geplant

Der Wandermarathon war eine offizielle Veranstaltung anlässlich des Stadtjubiläums. Die nächste große Wanderung des Vereins findet am 31. August statt. Dann geht’s 30 Kilometer durch den Habichtswald. Start der Wanderung, bei der 1100 Höhenmeter überwunden werden, ist um acht Uhr in Ahnatal-Weimar.

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