Ortsbeirat fordert Nachbesserung am Geländer zur Turnhalle der Fridtjof-Nansen-Schule

Scharfe Kanten als Gefahr

Dieter Herrmann

Süsterfeld-Helleböhn. Das neue Geländer am Aufgang zur kürzlich sanierten Turnhalle der Fridtjof-Nansen-Schule eckt an, und das im Wortsinn: An den scharfen Kanten der Stützstreben könnten sich Kinder verletzen, befürchtet der Ortsbeirat Süsterfeld-Helleböhn. Das Stadtteilgremium fordert von der Stadtverwaltung, sofort Abhilfe zu schaffen und die Situation noch in den Weihnachtsferien zu entschärfen.

Die Metallpfosten, die den Handlauf an der Rampe zur Turnhalle der Grundschule tragen, bestehen aus zwei mit einander verschraubten Winkeleisen aus Stahl, die wenige Millimeter dick sind.

„Überall, auch in Privathaushalten mit Kindern, achtet man darauf, dass es abgerundete Ecken gibt“, sagte Ortsvorsteher Jürgen Helferich (CDU). Wie man dann an einer Schule, wo Kinder auch mal rennen und schubsen, so scharfe Kanten anbringen könne, ist dem Ortsbeirat ein Rätsel. Zumal die Oberkante der Streben für kleinere Kinder auf Augenhöhe lägen. „Das ist eine Katastrophe“, findet auch Hermann Hartig (SPD).

An der Schule sei das neue Geländer als mögliche Gefahrenquelle bisher kein Thema gewesen, sagt Schulleiter Dieter Herrmann auf Anfrage der HNA. Auch von Elternseite habe noch niemand Bedenken an ihn herangetragen. Eine Verletzungsgefahr sei sicher nicht auszuschließen, wie auch an anderen Stellen auf dem Schulgelände, sagt der Grundschulrektor. Da Turnhalle und Geländer von Sachverständigen abgenommen wurden, sei er bislang davon ausgegangen, dass keine Sicherheitsmängel bestehen, so Herrmann. „Wenn man die Sicherheit erhöhen kann, befürworte ich das aber natürlich.“

Stadt will Situation prüfen

Hans-Joachim Neukäter, Leiter des städtischen Hochbauamtes, sagte gegenüber der HNA, man werde prüfen, inwieweit das Geländer eine Gefahr für die Kinder darstelle. Es sei grundsätzlich denkbar, die Kanten abzurunden. Einen Austausch der gesamten Konstruktion lehne er aber ab, betonte Neukäter. Er halte das Geländer, das vom zuständigen Architekturbüro AIS (Kassel) ausgewählt wurde, im Prinzip für eine gute und schöne Wahl.

Nach Angaben von Architekt Peter Rügemer hat es etwa 2500 Euro gekostet. Die „etwas scharfkantigen“ Stellen nachträglich abzuflexen und damit ein wenig abzurunden, sei kein Problem, sagt der Architekt. Man sei gern bereit, die Schnittkanten der Pfosten zu entgraten, wie es im Fachjargon heißt. Bislang habe man im Architekturbüro von Bedenken wegen einer Verletzungsgefahr nichts erfahren.

Von Katja Rudolph

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