Finale des Stadtjubiläums sorgte in Wolfsanger für ein überfülltes Festzelt

Schaulaufen der Stadtteile

Ständchen vor dem Drahtbrückenmodell: Die Abordnung aus der Unterneustadt mit dem hinreißenden Duo Jörg und Christine Götzfried (ganz links) glänzte mit temperamentvoller Musik. Fotos: Dilling

Wolfsanger. Rund 2000 Veranstaltungen, ein langer Feierreigen in den Stadtteilen und ein Auftakt mit 1500 kostümierten Harleshäusern: Das Stadtjubiläum wird den Kasselern noch lange in Erinnerung bleiben. Zum Finale gab es am Sonntag in Wolfsanger auf der Bühne des überfüllten Festzelts ein Schaulaufen mit Akteuren aller Stadtteile, bei dem man die Jubiläumsaktivitäten noch einmal Revue passieren lassen konnte.

Zuvor zog Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) eine positive Bilanz der Jubiläumsfeiern. Die Kasseler hätten „Heimatliebe“ bewiesen, sagte er. Das Ergebnis, den Hessentag eingerechnet, werde auch für die Stadtkasse ein schönes sein. Der von allen Stadtteilen mit ihren Wahrzeichen versehene Staffelstab erhalte einen Ehrenplatz im Rathausfoyer. „Da bleibt er mindestens so lange, wie ich OB bin’“, sagte Hilgen.

Den Reigen der Vorträge aus den Stadtteilen eröffneten Bürger aus Wolfsanger, der auch die letzte Etappe im Jubiläumsjahr bestritt: Jürgen Pasche animierte das Publikum zum Mitsingen des Wolfsangerlieds, das er selbst gedichtet hat.

Musikalisch verabschiedeten sich auch die Unterneustädter. Günter Wagner vom Kurbad Jungborn hielt einen selbstironischen Mundartvortrag über die Eigenheiten des Fuldaquartiers. Sogar Waschbären habe man jetzt. Die hat Brasselsberg schon lang. Deshalb kam die Abordnung dieses Stadttteils in Pelzkostümen. Sportlerinnen des VfB Bettenhausen tanzten ganz bunt verhüllt zu Motiven der Filmkomödie „Men in Black“. Kinder aus Bad Wilhelmshöhe erzählten mit Bildern die zwölf Heldentaten des Herkules, eine Anspielung auf die Auszeichnung des Bergpark als Welterbe. Wesertor und Harleshäuser zeigten Filme und Bilder.

Hauptorganisator Hans-Jochem Weikert, der scheidende Hauptamtsleiter, lobte den tollen Zusammenhalt der Stadtteile und sein eigenes Team. „Da bin ich stolz drauf“, sagte er. Das Jubiläumsfest habe es geschafft, Stadtteile, Institutionen und Bürger näher zusammenzubringen, meinte Patrick Hartmann, der den Festzug organisiert hatte. Wolfsanger habe gute Unterstützung von der Stadt erhalten, das sei ungewohnt gewesen, sagte Christof Nolda mit einem Seitenhieb auf den Magistrat. Dem gehört der Wolfsangerer allerdings als Stadtbaurat selbst an. (pdi)

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