Scheidungen in Kassel: Kommentar zur neuen Statistik

Kassel. Die Kasseler lassen sich häufiger scheiden als alle anderen Hessen, das sagen neue Zahlen. Was hinter dem Phänomen steht und was es für die Partnerschaft und für mögliche Kinder bedeutet, kommentiert HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

Was haben Lothar Matthäus und Joschka Fischer gemeinsam? Beide haben sich vier Mal scheiden lassen. Was dem Boulevard den bunten Stoff beschert, endet im Alltag vor dem Mausgrau des Scheidungsrichters.

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Warum mit Letzterem zuletzt wieder mehr Kasseler Bekanntschaft machten, darüber kann nur spekuliert werden. Erforscht sind hingegen die Gründe, die zu Trennungen führen. Hauptursache ist, dass die Ehe an Verbindlichkeit eingebüßt hat. Viele Paare probieren sie aus, ohne sich an ein „Für immer“-Versprechen gebunden zu fühlen – Ewiges macht vielen Menschen Angst. So lässt sich die Trennung heute mit wenigen Mausklicks etwa über www.scheidungen-online.de einleiten.

Während Kirchen vor allem die Entwertung der Ehe fürchten, liegt die Gefahr woanders. Bei den Scheidungskindern, deren Grundvertrauen in Familie und Partnerschaft zum Teil lebenslang erschüttert ist. Für diese Kinder sollten sich Eheleute ein Versprechen geben: deren Interessen, egal was passiert, nie aus den Augen zu verlieren.

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