Jetzt kommt der Straßenbau

Schenkebier Stanne: Unterführung ist so gut wie fertig

Kassel. Die Brücke, unter der künftig der Verkehr die Bahngleise am Jungfernkopf unterquert, ist so gut wie fertig. Auf den ersten Blick sieht es so aus, dass an der Großbaustelle Schenkebier Stanne das meiste geschafft ist. Gestern wurde der Kran abgebaut.

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„Das nach außen hin eindrückliche Bauwerk steht zwar, aber zurücklehnen können wir uns nicht“, sagt Projektmanager Thiemo Glomb. Derzeit widme man sich mit Hochdruck dem Straßenbau. Die Arbeiten liegen laut Glomb im Zeit- und im Kostenrahmen. Unter der Brücke muss ein Stück Straße komplett neu gebaut werden, wegen der veränderten Verkehrsführung wird auch der Eisenbahnweg im Abschnitt zwischen Waldecker und Wegmannstraße ausgebaut. Ab Mitte November sollen die Autos bereits die neue Route nehmen, die nicht mehr über, sondern unter den Gleisen verläuft. Der beschrankte Bahnübergang wird dann endgültig geschlossen.

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Auch die beiden Treppen, die künftig auf beiden Seiten der Verkehrsunterführung den Zugang zur Regiotram-Station Jungfernkopf ermöglichen, sind im Bau. Die Fundamente sind bereits gesetzt, jetzt folgen nach und nach die weiteren Fertigbauteile. In vier Wochen soll die Treppenanlage fertig sein. Begehbar wird sie aber erst mit der Freigabe der Unterführung im November.

Offenbar können einige das Ende der Bauarbeiten kaum noch abwarten: Radfahrer, Fußgänger und sogar einige wenige Autofahrer haben die Schotterpiste unter der Brücke schon benutzt. Projektmanager Glomb appelliert an die Menschen, die Baustelle bis zur Freigabe nicht zu betreten. Das sei aus Sicherheitsgründen verboten.

Brücke für Fußgänger und Radfahrer: Das Bauwerk steht bereits, jetzt müssen noch die Übergänge gemacht werden.

Auch die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe des Kiefernwegs, die den bisherigen beschrankten Überweg ersetzt, darf und kann noch nicht betreten werden. Das Bauwerk selbst ist zwar ebenfalls fast fertig – allerdings fehlen noch die Anschlussstellen.

Die Konstruktion aus Stahl und Stahlbeton war an der Baustelle Schenkebier Stanne vorgefertigt und dann mit dem Autokran eingehoben worden. Bis Ende September werden nun die Übergänge der Geh- und Radwege auf beiden Seiten hergestellt. Dann kann die Brücke bereits in Betrieb genommen werden.

Umstritten ist die künftige Tempo-Regelung auf der Schenkebier Stanne. Der Ortsbeirat hatte Tempo 30 bereits ab dem Frasenweg gefordert. Geplant ist, in diesem Bereich bis zur Unterführung aber Tempo 50, berichtet Thomas Sternberger vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Die 30er-Zone soll nach derzeitigem Stand erst hinter der Brücke beginnen. Die Vorfahrtstraße wird von der Schenkebier Stanne nach links über den Eisenbahnweg bis in die Wegmannstraße verlaufen. (rud)

Rubriklistenbild: © Koch

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