Bald freie Fahrt

Schenkebier Stanne: Unterführung wird am 24. November freigegeben

Kassel. Am 24. November ist es so weit: Dann wird nach Angaben der Stadtverwaltung die neue Verkehrsunterführung unter den Bahngleisen am Jungfernkopf freigegeben. Damit hat der beschrankte Bahnübergang dann ein für alle Mal ausgedient.

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An diesem Tag, einem Samstag, wird auch die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer am Kiefernweg erstmals begeh- und befahrbar sein. Die Bauarbeiten für die Brücke am Kiefernweg sind inzwischen weitestgehend abgeschlossen.

Bis zur Freigabe Ende November müssten aber noch die Rampengeländer und der Böschungsbereich fertiggestellt werden, heißt es aus dem Rathaus. An der Verkehrsunterführung Schenkebier Stanne – von den Jungfernköpfern bereits Tunnel getauft – laufen derzeit die Straßenbauarbeiten auf Hochtouren.

Nach der Freigabe für den Verkehr stehen noch Folgearbeiten an, die laut Stadtverwaltung erst im Frühjahr komplett fertig sein werden. Dann soll es noch mal eine Veranstaltung zum Ende der fast zweijährigen Bauarbeiten geben, zu der alle Anwohner eingeladen werden. Das Bauprojekt, das von Bahn, Bund und Stadt finanziert wird, hat insgesamt 5,3 Mio. Euro gekostet.

„Wir freuen uns, dass der Gefahrenpunkt am beschrankten Bahnübergang bald endlich beseitigt sein wird“, sagt Ortsvorsteher Dr. Manuel Eichler (SPD). An dem Gleisübergang an der Schenkebier Stanne war es mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen, wenn Autofahrer oder Fußgänger zwischen den sich senkenden Schranken gefangen waren. Freude herrsche auch darüber, sagt Ortsvorsteher Eichler, „dass die langen Schließzeiten, die den Stadtteil geteilt haben, nun ein Ende haben werden.“

Aus dem Archiv: Brücke an der Schenkebier Stanne verschoben

Brücke an der Schenkebier Stanne verschoben

Bedenken gibt es allerdings, dass die schrankenlose Durchfahrt zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Stadtteil führen könnte. Das Straßenverkehrsamt will nach dem Umbau eine Verkehrszählung vornehmen und die Zahlen vergleichen.

Derzeit sind täglich knapp 3000 Fahrzeuge auf der Wegmannstraße unterwegs. Auch die Verkehrsführung selbst ist im Stadtteil umstritten. Die Autos sollen auf einer Vorfahrtsstraße durch die Unterführung, die in Höhe der Waldecker Straße die Gleise unterquert, über den Eisenbahnweg wie bisher in die Wegmannstraße geleitet werden. Dort liegen auch Schule und Kindergarten.

Ein Teil der Anwohner befürwortet deswegen einen Ausbau der breiter angelegten Waldecker Straße/Am Ziegenberg. Diese Strecke wird auch nach dem Umbau in Höhe der Einmündung Am Osterberg durch Poller versperrt bleiben.

Von Katja Rudolph

Rubriklistenbild: © Foto: HNA/Koch

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