Internetseite wurde neugestaltet

Schick mit fast jedem Klick: Internetseite der Stadt Kassel im Test

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Unsere Tester: Lennart König (vorn) und Patrick Ziegler haben sich für uns die neugestaltete Seite Kassel.de angesehen. 

So gut wie jetzt sah Kassel noch nie aus – zumindest im Internet. Seit Kurzem präsentiert sich die Stadt im Web mit einer neugestalteten Adresse.

Wir haben Kassel.de testen lassen – von einem jungen Computer-Experten und einem Rentner.

Das ist Kassel.de

Kassel.de ist das neue, große Zuhause der Stadt. Unter dieser Adresse gibt es nun alle Infos, für die man bislang Seiten wie kassel.de, stadt-kassel.de und serviceportal-kassel.de aufrufen musste. Laut Oberbürgermeister Christian Geselle ist die Präsenz nun „frischer, moderner und vor allem innovativer“.

Kassel.de, das auf einer Software der Münsteraner „Sitepark Gesellschaft für Informationsmanagement“ basiert und von der Wiesbadener Firma „Experience Design“ gestaltet wurde, ist nicht nur barrierefrei, sondern auch entschlackt. Von bislang mehr als 10 000 Seiten sind etwa 3000 übrig geblieben.

Die Tester

Patrick Ziegler (33) ist mit dem Internet aufgewachsen. Der Vater dreier Kinder, der mit seiner Familie in Hofgeismar lebt, arbeitet als Software-Entwickler bei der Firma Eoda im Science Park und ist Experte für Nutzerfreundlichkeit. Lennart König (69) aus Kirchditmold hat als Werkzeugmacher an der Uni gearbeitet. Das Internet nutzt der Vater dreier erwachsener Kinder vor allem zur Recherche und zum Mailen.

Aussehen

Schon beim ersten Blick sind beide Tester angetan von Kassel.de, das dank Weißraum, Kacheloptik und großen Bildern aufgeräumter und schicker aussieht – und zwar auf allen Geräten, ob Desktop-PC, Tablet oder Smartphone. Die serifenlose Schrift ist „gerade mobil gut lesbar“, findet Ziegler.

So sieht die neu gestaltete Seite aus.

Nutzerfreundlichkeit

Um Kassel.de auf Herz und Nieren zu prüfen, lassen wir unsere Tester bestimmte Inhalte suchen. Rentner König versucht, über die Menüstruktur zur Seite zu gelangen, auf der es Infos über Anwohnerparkausweise gibt. In den Unterverästelungen hat er sich schnell verloren: „Das ist verbesserungswürdig.“

IT-Experte Ziegler gibt dagegen gleich Begriffe in das Suchfeld ein, das auf jeder Seite abrufbar ist. „Das ist die bevorzugte Vorgehensweise meiner Generation. Wir sind es gewohnt zu googeln.“

Auf Kassel.de klappt das mal besser, mal schlechter. Sobald der Nutzer etwas eingibt, werden ihm schnell Suchbegriffe vorgeschlagen. „Die Performance ist top“, urteilt Ziegler. Allerdings hapert es bei der Verschlagwortung. Wer „Kindergartenplatz U3“ eingibt, findet die Info sofort. Die Suche nach „Kindertagesstättenplatz“ bleibt dagegen erfolglos.

Zudem landet man in fast jedem Bereich in einem Menü, wo man die einzelnen Punkte wie „Beschreibung der Leistung“ erst ausklappen muss. Die Suche nach entsprechenden Dokumenten kann sich so hinauszögern. Dabei hat der Nutzer keine Zeit, wie Ziegler weiß: „Im Schnitt wird er nach zwei Sekunden ungeduldig.“

Fazit

Der neuen Kassel-Seite darf man noch Zeit geben. Aber schon jetzt geben beide Tester die Schulnote „gut“. Ziegler gefällt besonders, dass man auf der Startseite mehrere Themenbereiche auswählen kann, die einem dann angezeigt werden. König lobt die Übersichtlichkeit und bessere Lesbarkeit, kritisiert aber die oft verwendete Verwaltungssprache. Kassel.de ist vielleicht nicht das „beste Zuhause“, von dem Oberbürgermeister Geselle gern spricht, aber man kann sich hier sehr wohl fühlen.

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