Heftiger Schlagabtausch zu Kaisers Rolle beim Trinkraum

Kassel. Zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen CDU und SPD kam es am Montag im Stadtparlament, als es um die Rolle von Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) bei dem zunächst gescheiterten Versuch der Stadt ging, einen Trinkraum für Alkoholabhängige am Altmarkt einzurichten.

Lesen Sie auch:

- Kasseler Trinkraum in Hansa-Haus umgezogen

- Von Trinkraum war keine Rede: Stadt sprach von Begegnungsstätte

- Trinkraum im RegioWiki

Laut Feststellung eines Akteneinsichtsausschusses (HNA berichtete) habe Kaiser städtische Mitarbeiter zur Täuschung des Hauseigentümers über die geplante Nutzung aufgefordert, sagte CDU-Fraktionschef Dr. Norbert Wett – und an Kaisers Adresse: „Sagen Sie doch einfach, dass Sie einen Fehler gemacht haben!“ Der Angesprochene verfolgte die Debatte mit sichtlichem Unbehagen, ohne das Wort zu ergreifen.

Für die SPD reagierte Dr. Manuel Eichler: „Wo man Neuland betritt, passieren auch mal Pannen“, sagte er und warf der CDU vor, mit „inflationären Rücktrittsforderungen“ das Anliegen zu übertönen, wie mit suchtkranken Menschen umzugehen sei.

SPD-Fraktionschef Uwe Frankenberger sagte, der von der Union angestoßene Ausschuss habe „nichts zutage gefördert, was Kaiser nicht zuvor schon eingeräumt hatte“. Auch Dr. Bernd Hoppe (Piraten) sah „keinen Skandal“: Der Umgang mit Alkoholkranken sei auch eher ein sozial- als ein ordnungspolitisches Problem, sagte er. (asz)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.