Deutsche Schlaganfallgesellschaft zeichnet Schlaganfalleinheit aus

Schnelle Hilfe für Schlaganfall-Patienten: Stroke Unit der DRK-Kliniken zertifiziert

Dr. Christian Roth
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Dr. Christian Roth

Die deutsche Schlaganfallgesellschaft hat die sogenannte Stroke Unit der DRK-Kliniken Nordhessen zertifiziert. Dabei handelt es sich um eine spezialisierte Schlaganfalleinheit.

Kassel – In dieser Schlaganfalleinheit arbeitet ein Team aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um Schlaganfallpatienten schnell und umfassend zu behandeln.

Die Stroke Unit der DRK-Kliniken ist neben dem Klinikum Kassel die zweite zertifizierte Schlaganfalleinheit in Nordhessen. Überwacht wird die Arbeit der beiden Krankenhäuser von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und der Deutschen Stiftung für Schlaganfallhilfe. Voraussetzungen für eine Zertifizierung sind eine hohe personelle Ausstattung, standardisierte Abläufe, qualifiziertes Personal und das Vorhandensein wichtiger apparativer Diagnostik und Therapie – und das rund um die Uhr. „Die Versorgungsmöglichkeiten, die unsere Stroke Unit bietet, werden komplettiert durch das neurochirurgische Angebot unseres DRK-Neurozentrums Kassel“, sagt Geschäftsführer Alexander Lottis. Bei Hirnblutungen könnten die Mitarbeiter des DRK-Neurozentrums sofort eingreifen.

Die Stroke Unit wurde für sechs Betten zertifiziert. Im vergangenen Jahr hat die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie nach eigenen Angaben über 700 Schlaganfälle behandelt. Dabei arbeiteten Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden Hand in Hand, sagt PD Dr. Christian Roth, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinischer Neurophysiologie. Zudem könne man bereits auf der Station mit der Frühreha beginnen.

„Nach einem Schlaganfall ist die frühe Mobilisation und Rehabilitation wichtig für die Rückbildung von Behinderungen“, erklärt Roth.

Bei Schlaganfall ist Eile geboten

Typische Schlaganfallsymptome können sehr unterschiedlich sein. Entscheidend ist laut Christian Roth, dass die Symptome plötzlich auftreten. „Am häufigsten bestehen Lähmungserscheinungen von Armen und Beinen, hängende Mundwinkel oder eine Sprachstörung.“ Bemerke man diese Symptome, sei Eile geboten. Es gilt also: Sofort die 112 anrufen, damit der Betroffene möglichst schnell behandelt werden kann.

(Marie Klement)

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