Unwetter: Helsaer Ortsteil St. Ottilien besonders betroffen – 80 Feuerwehrleute im Einsatz

Aufs Auto gekracht: In Oberkaufungen fiel ein Ast auf dieses Fahrzeug und beschädigte es erheblich. Foto: Ketteritzsch

Helsa/Kassel/Kaufungen. Sieben Keller von Häusern des Helsaer Ortsteils St. Ottilien sind am Sonntagnachmittag und -abend nach mehreren Gewitterregen voll Wasser und Schlamm gelaufen. Laut Gemeindebrandinspektor Timo Schröder und dessen Stellevertreter Thomas Lenz kam der Schlamm von einem am Vortag frisch umgepflügten Acker.

Die Feuerwehren aus Helsa und Kaufungen waren am Abend mit 80 Kräften im Einsatz.

Laut Schröder wurden die Kollegen aus Kaufungen angefordert, um Sandsäcke zu füllen. Er rechnete nämlich am Abend mit weiterem Regen.

„Wir haben mehrere Einsatzstellen“, sagte Schröder. Unter anderem müsse man einen Flutgraben mit einem Bagger freischaufeln, damit das Regenwasser abfließen könne. „Wir müssen verhindern, dass Wasser nachläuft.“

Bereits am Nachmittag waren die Einsatzkräfte von vier Helsaer Ortsteilwehren gut beschäftigt. Durch mehrere Gewitterschauer füllten sich mehrere Keller in St. Ottilien immer wieder.

Das heftige Gewitter am gestrigen Nachmittag hatte in Kassel selbst nach Angaben der Berufsfeuerwehr keine größeren Schäden verursacht.

Schwerpunkte waren neben Helsa die Bereiche der Gemeinde Söhrewald und der Stadt Hess. Lichtenau gewesen. Dort hätten mehrere Keller unter Wasser gestanden, zudem mussten die Feuerwehren bei übergelaufenen Abwasserkanälen helfen.

Auf den Landesstraßen zwischen Hess. Lichtenau-Quentel und dem Helsaer Ortsteil Eschenstruth sowie zwischen Helsa und Hess. Lichtenau-Friedrichsbrück mussten Wehrleute umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen räumen, die von starken Windböen entwurzelt worden waren. Menschen wurden dabei nach Feuerwehrangaben nicht verletzt.

In Hess. Lichtenau beschädigte ein umstürzender Baum die Oberleitung der Straßenbahnlinie 4. Nach Angaben von KVG-Sprecherin Heidi Hamdad musste die Strecke für längere Zeit gesperrt werden. Sie gehe aber davon aus, sagte die Sprecherin, dass die Schäden bis zum Montag repariert seien.

Im Hüttenhof in Oberkaufungen, der zum historischen Stiftsbezirk gehört, riss der Gewittersturm kurz nach 16 Uhr mehrere armdicke Äste von einem alten Baum. Einer stürzte auf einen Ford Kombi. Dessen Windschutzscheibe wurde zerstört, die Motorhaube des Wagens wurde eingedrückt. Kurz vor dem Gewittersturm hatten einige Gäste eines mittelalterlichen Mahls, das im Stiftshof stattfand, die Stelle passiert.

Verletzt wurde durch die in Kaufungen herabstürzenden Äste glücklicherweise aber niemand. (ket/ach)

Von Sven Kühling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.