SPD in Schauenburg löst fast alle Ortsvereine und Gemeindeverband auf

Schlankheitskur für die Genossen

Bleibt auch im Ortsverein an der Spitze: Manfred Bollerhey. Archivfoto: Herzog 

Schauenburg. Mitgliederrückgang, Verschmelzung von Ortsvereinen und immer weniger Interessenten für Vorstandspositionen – darum geht es nicht nur aktuell bei der SPD in der Stadt Kassel. Auch die Genossen in Schauenburg haben auf die Entwicklung reagiert und am Dienstag vier von fünf Ortsvereinen aufgelöst. Entstanden ist ein großer gemeinsamer Ortsverein Schauenburg. Lediglich im kleinsten Ortsteil Elmshagen bleibt eine eigenständige Gruppe bestehen.

Schon bisher gab es eine Dachorganisation aller Ortsvereine, den SPD-Gemeindeverband Schauenburg. Auch dieser wurde aufgelöst. An seine Stelle tritt nun der SPD-Ortsverein Schauenburg. Vorsitzender ist, wie schon im SPD-Gemeindeverband, Manfred Bollerhey.

„Wir wollen nicht erst so klein schrumpfen, dass wir die Vorstände nicht mehr besetzen können.“

Manfred Bollerhey

Bisher mussten die Genossen Vorstände für alle fünf Ortsvereine und den Gemeindeverband finden. Das sei langfristig nicht mehr zu leisten gewesen, sagt Bollerhey. Der Vorsitzende beschreibt deshalb die Auflösung der Ortsvereine als vorbeugenden Schritt. „Wir wollen nicht erst so klein schrumpfen, dass wir die Vorstände nicht mehr besetzen können“, sagt er. Wenn in jedem Ort weiter ein Vorstand bestückt werden müsste, „dann vergeuden wir Ressourcen“.

Und so sieht der Vorstand des neuen Gremiums aus: Neben Vorsitzendem Manfred Bollerhey (Hoof) fungieren Frank Weymann (Elgershausen), Stefan Kellner (Martinhagen) und Hans-Karl Rudolph (Breitenbach) als Stellvertreter. Kassierer ist Uwe Marx (Elgershausen), Schriftführer Friedhelm Höhle (Hoof). Für die Jugend ist Florian Pipper (Elgershausen) zuständig.

„Wir haben versucht, jeden Ort zu berücksichtigen“, sagt Bollerhey. „Wir wollen das auf eine solide Basis stellen.“ Gemeinsam verstehe sich der Ortsverein nun als Gremium der gesamten Gemeinde. „Wir sind Schauenburg.“

Für das letzte Überbleibsel der alten Struktur will der neue Ortsverein offen bleiben. Elmshagen könne sich jederzeit anschließen, betont Manfred Bollerhey. „Die Tür ist jederzeit offen.“

In Elmshagen zählt die SPD 21 Mitglieder, in Elgershausen sind es 63, in Hoof 72, in Breitenbach 30 und in Martinhagen 54.

Inhaltlich wollen sich die Sozialdemokraten laut Vorsitzendem jetzt mit den anstehenden Wahlen befassen. In zwei Jahren steht die Kommunalwahl auf dem Programm, in drei Jahren wird in der Gemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt.

Von Sven Kühling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.