7500 Autofahrer suchen täglich Ausweichwege

Sperrung von Tulpen- und Rasenallee: Schleichverkehr im Norden

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Brenzlig: Der Bereich Prinzenquelle / Ochsenallee ist normalerweise für den Straßenverkehr gesperrt. Jetzt dürfen Kleingärtner und Besucher der Waldschule die Wege mit einer Ausnahmegenehmigung befahren.

Kassel. Nicht das erwartete Verkehrschaos, aber Behinderungen und Ärger über jede Menge Schleichverkehr gibt es im Kasseler Norden: In den kommenden Monaten werden die Tulpen- und die Rasenallee saniert.

Aus diesem Grund sind seit Anfang September die Tulpenallee oberhalb des Schlosses Wilhelmshöhe und die Rasenallee hinter Harleshausen bis zur Kreuzung mit der B 251 gesperrt. Die Umleitung während der Bauarbeiten führt durch Harleshausen und Kirchditmold. Das bedeutet, dass die 7500 Fahrzeuge, die normalerweise täglich über die Tulpenallee rollen, andere Wege nehmen.

Zwar ist das befürchtete Chaos ausgeblieben, Behinderungen und zähflüssigen Verkehr gibt es auf Anwohnerstraßen in den beiden Stadtteilen dennoch. So gibt es seit der Vollsperrung auf der Harleshäuser Straße zu dem morgendlichen Berufsverkehr nur noch zähes Durchkommen und zeitweise Staus. Auffallend viele Fahrzeuge sind auch auf der Bertha-von-Suttner-Straße unterwegs. Harleshausens Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger (SPD) weist auf die Nadelöhrsituation Loßberg- und Heßbergstraße hin. Er hätte sich gewünscht, dass die Bauarbeiten während der Ferien erledigt worden wären.

Schleichverkehr gibt es auch im Bereich Prinzenquelle / Ochsenallee. Für diesen normalerweise autofreien Bereich hat das städtische Straßenverkehrsamt für die Zeit der Sperrung 150 Sonderfahrgenehmigungen ausgestellt: für die anliegenden Kleingärtner und Besucher der Waldschule. In dem von Spaziergängern mit Kindern und frei laufenden Hunden sowie Radfahrern stark frequentierten Naherholungsbereich ist die Situation auf den Wegen teilweise brenzlig. Grundsätzlich habe sich aber die Umleitungssituation eingespielt und reguliert, sagt Lars Tepel vom Straßenverkehrsamt: „Die Leute fahren zum Teil große Umwege und vermeiden nach Möglichkeit die Stoßzeiten.“

Straßenunterbau fertig

Auch für Reinhard Banse, Sprecher des Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), läuft auf der Baustelle alles glatt. Zurzeit werden die Entwässerungsanlagen erneuert. Der Straßenunterbau sei bereits fertiggestellt. In einem sogenannten „Kaltrecycling-verfahren“ wurde der vorhandene Bitumen-Belag abgenommen, mit Zusatzstoffen aufbereitet und unmittelbar wieder eingebaut. Am 11. Oktober beginnen dann die Asphaltarbeiten an der Tulpenallee. Damit der Verkehr besser fließt, ist die Ampelphase der Linksabbiegespur Ahnatalstraße verlängert worden. Zurzeit werde durch Umprogrammieren der Ampel versucht, die Phase der Linksabbiegespur nochmals zu verlängern.

Straßenarbeiten und Sperrung werden Ende Oktober abgeschlossen sein. Die Baukosten für die Sanierung in Höhe von 1,4 Mio. Euro trägt das Land. (chr)

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