Platz für Senioren

AWO schließt Baulücke: Wohnen auf Opel-Gelände

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Arbeiten auf Hochtouren: An der Schönfelder Straße (rechts) schließt die Awo mit einem Trakt von 40 Seniorenwohnungen die Baulücke, die das Opel-Autohaus nach seiner Schließung hinterlassen hat. Im Sommer 2014 soll Eröffnung sein.

Kassel. An der Schönfelder Straße, auf dem seit Jahren brachliegenden ehemaligen Grundstück des Opel-Autohauses, ist der Grundstein für den Bau von 40 barrierefreien Zwei- und Drei-Zimmer-Seniorenwohnungen gelegt worden.

Die Vimo Invest-Gruppe aus Mönchengladbach investiert 4,8 Millionen Euro (ohne Grundstückskosten) in das Projekt. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordhessen wird später Generalmieter sein.

Es gebe schon 60 Interessenten, sagte Architekt Joachim Vogelsberg. Bis Weihnachten, so schätzt Awo-Geschäftsführer Michael Schmidt, könnten die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Der Mietpreis stehe noch nicht abschließend fest. Er könne in der Größenordnung von acht Euro pro Quadratmeter liegen.

Gedacht sind die Wohnungen für Interessenten, denen das eigene Haus oder die eigene Wohnung wegen altersbedingter Handicaps zu groß geworden ist, die für das Pflegeheim aber noch viel zu fit sind. Für diese Zielgruppe bietet die Awo ab Sommer nächsten Jahres eine maßgeschneiderte Bleibe: Für die Mieter gibt es einen - extra zu buchenden - umfassenden Service rund um die Uhr, vom Hausnotruf über Hausmeisterservice bis zum Pflegedienst. Der Gebäudetrakt wird terrassenartig in drei, vier und fünf Geschossen entlang der viel befahrenen Schönfelder Straße errichtet. Die Balkone werden jedoch zur lärmabgewandten Südostseite ausgerichtet. Eine Solaranlage auf dem Dach und ein hoher Energiesparstandard sollen für moderate Nebenkosten sorgen.

Mit dem Bau der Seniorenwohnungen setzt die Awo den Schlusspunkt unter ihr Projekt für altengerechtes Wohnen in Wehlheiden: Vor zehn Jahren wurde auf dem Opel-Grundstück zunächst das Gesundheitszentrum mit Physiotherapie errichtet. Zwei Jahre später folgte ein Seniorenheim. Stadträtin Esther Haß lobte, die Awo verhindere mit dem Projekt, dass „alte Menschen an den Rand der Stadt gedrängt werden“. Mit der Straßenbahn sind die künftigen Mieter in wenigen Minuten in der Innenstadt. Außerdem gibt es für jede Wohnung einen Parkplatz. Das Projekt sei darauf angelegt, dass alte Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben können, sagte Awo-Chef Schmidt. (pdi)

Info und Kontakt: IV Immobilien Guxhagen im Auftrag der Awo, Tel. 0 56 65/94 88 55.

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