Modeladen

Nach Schließung des Modehauses Köhler: Modeladen „Stella" ist umgezogen

Kassel. Am Samstag wird das Modehaus Köhler am Friedrichsplatz geschlossen. Der Modeladen "Stella" für Frauen bleibt aber erhalten. Der neue Laden hat in der  Wilhelmsstraße eröffnet.

„Ich bin begeistert. Das wird unsere Straße beleben“, sagte Lothar Röse (Vorstand des Quartiers Wilhelmsstraße), als er am Donnerstag zur Neueröffnung des Modegeschäfts „Stella“ kam. Viele Nachbarn schlossen sich diesen Worten an.

Während in der Kasseler Innenstadt zahlreiche Traditionsgeschäfte in den vergangenen Jahren geschlossen haben und es fast nur noch Filialen gibt, ist mit dem Bekleidungsgeschäft „Stella“ ein inhabergeführtes Geschäft neu eröffnet worden. Eines der wenigen Modegeschäfte mit internationalen Top-Labels, das es noch in der Innenstadt gibt.

Bislang gehörte „Stella“ zum Modehaus Köhler am Friedrichsplatz, das am Samstag zum letzten Mal geöffnet hat. Für Köhler-Chef Ludwig Vordemfelde war aber schnell klar, dass das erfolgreiche Damengeschäft „Stella“ erhalten bleiben soll. Er mietete dafür den ehemaligen Görtz-Laden in der Wilhelmsstraße 21 an, in dem zuletzt das Bettengeschäft Ochmann war.

Eigene Firma gegründet

Dafür wurde eine eigene Firma gegründet, die „Stella Fashion GmbH“. Chef ist allerdings nicht mehr Ludwig Vordemfelde, sondern seine Tochter Paula ist Mehrheitsgesellschafterin geworden. Zudem ist Gabriele Lanz, bislang Abteilungsleiterin bei „Stella“, mit 20 Prozent eingestiegen.

Vordemfelde stand dem Stella-Team bis zur Neueröffnung aber noch mit Rat und Tat zur Seite. „Das war ein Riesenspaß, aber jetzt bin ich raus“, sagt der Geschäftsmann, der noch Modegeschäfte in Fulda und Gießen hat.

Der neue Laden mit einer Fläche von rund 400 Quadratmetern erinnert nicht mehr an den dunklen Schuhladen von einst. „Stella“ ist hell und wirkt sehr groß. Das liegt auch daran, dass die Fensterfront an der Rückseite nicht mehr zugeklebt ist und auch die Empore, die bislang zugestellt war, geöffnet wurde. Die Geländer und Treppen aus den 1950/60er-Jahren sind erhalten geblieben. Das hat Charme. 

Ansonsten wurde der Laden „mit großem Aufwand“ saniert, sagt Lanz, ohne eine konkrete Investitionssumme zu nennen. „Urban Style trifft Glamour“ beschreibt die 52-jährige Geschäftsführerin die gelungene Einrichtung. Auf der einen Seite sind unverputzte Wände mit offenen Leitungen zu sehen, auf der anderen Seite klebt edle Tapete mit Ornamenten an den Wänden. Die beiden Aquarien, die es schon im alten Laden gab, sind mit umgezogen.

Gemütliche Ecke für Männer

Zudem gibt es wieder eine gemütliche Ecke, in der sich Männer aufhalten können. Darüber hinaus wurde im Eingangsbereich eine Theke aufgestellt, wo es Kaffee und Wasser gibt. Ein Service, den die Kundinnen bereits aus dem alten Laden kennen.

Um mehr Kundinnen einkleiden zu können, soll es ab Herbst auch Mode in den Größen 44 und 46 geben. „Wir bieten eine authentische und persönliche Beratung. Wir sagen der Kundin auch schon mal, wenn etwas nicht so gut aussieht“, beschreibt Lanz die Stärken ihres Teams.

Die Geschäftsführerin ist übrigens ein Köhler-Urgewächs. 1986 begann Lanz in dem Herren-Modegeschäft ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und arbeitete sich Stück für Stück nach oben. Vor zehn Jahren baute sie „Stella“ auf. Dieses Geschäft wurde letztlich erfolgreicher als der Herrenladen.

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