Schmuckstück der Gartenstadt

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Eines der Schmuckstücke der Harleshäuser Gartenstadt: Das Haus der Familie Krug im Sängelsrain 9 wurde im Jahr 1914 erbaut.

Das Haus der Familie Krug zählt zu den ältesten der Gartenstadt in Harleshausen.

Das Haus zählt zu den ältesten der Gartenstadt in Harleshausen. Es ist bei den Harleshäusern unter dem Namen „Mosebach-Haus“ bekannt und steht als eines der Schmuckstücke der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Villenkolonie idyllisch im Grün am Sängelsrain 9. „An unserem Haus ist noch vieles im Originalzustand erhalten, das macht es zu etwas ganz Besonderem“, erklärt die jetzige Eigentümerin Petra Krug, die seit dem Jahr 2010 mit ihrer Familie dort wohnt. „Wir haben es in den letzten zwei Jahren mit viel Liebe zum Detail renoviert.“ Das Mansardendach, die Gauben und die Fensterläden sind ebenso erhalten wie die Räume im Inneren mit ihren beiden Treppenaufgängen.

Während die eine Treppe von der Küche aus über den Flur in die erste Etage führt und früher von den Hausangestellten genutzt wurde, war die zweite für die Herrschaften gedacht und führt vom Wohnzimmer aus ins Obergeschoss. „Eine echte Rarität ist außerdem die heute noch erhaltene Kassettendecke aus Holz“, erklärt Petra Krug. „Und im Garten erinnert der Schuppen mit seiner Hühnerklappe daran, dass zum „Landleben“ in der einstigen Gartenstadt auch Tiere gehörten.“

Geschichte des Hauses

Im Jahr 1914 wurde die Villa auf dem damals 6000 Quadratmeter großen Grundstück von der Familie Kropf erbaut. In der Altstadt hatten die Kropfs eine Brauerei gegründet und sie nach den beiden Türmen der Martinskirche Martini-Brauerei genannt. „Diese Türme merke dir, trinke Kropf Martini-Bier“, das Bier nach bayerischem Rezept kam an, und die Familie gehörte schnell zu den Bürgern der Kasseler Altstadt, die sich eine Villa am Stadtrand in der um das Jahr 1909 neu entstandenen Gartenstadt leisten konnte. Heute bilden etwa zwanzig Häuser den Kern der historischen Gartenstadt. Ihr bekanntestes Gebäude ist die im Jahr 1911 durch den Architekten Hermann Muthesius errichtete jetzige Elena-Klinik. „Die Häuser sind in Kassel architektonisch einzigartig“, sagt auch der Harleshäuser Biolandwirt und Geschichtskenner Heiner Range. „Die Gartenstadt ist wirklich sehenswert.“ Neben dem ruhigen Wohnen im Grünen bietet sie Gästen und Anwohnern auch eine großartige Aussicht auf Kassel. Im „Mosebach-Haus“ hat die Familie Krug soeben die Ferienwohnung fertiggestellt. Gäste, die Wert auf Ruhe und Erholung legen, sind immer herzlich willkommen. (zkr)

Weitere Informationen gibt es bei Petra Krug unter Telefon: 05 61 / 3 21 46 und unter www.gartenstadt-kassel.de

Sonderseite Harleshausen/Kirchditmold

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