Straßenschäden: Stadt Kassel plant mit einer Million Euro mehr

Schnee und Eis fressen Löcher in die Kassen

Wenn der Schnee taut, werden die Löcher sichtbar: Die Aufnahme entstand in der Nähe der Autobahnabfahrt Baunatal Mitte.

Kassel. Einen Winter wie diesen können sich die Kommunen eigentlich nicht leisten. Vom Streusalz bis zu Frostschäden an den Straßen sind die Kosten deutlich gestiegen. Die Stadt Kassel hat jetzt ein Notprogramm aufgelegt, um zumindest die schlimmsten Löcher zu stopfen. Für kleinere Reparaturen werden kurzfristig 300 000 Euro zur Verfügung gestellt, für die zusätzlich nötige Sanierung ganzer Straßenzüge sogar eine Million Euro.

„Wir müssen reagieren“, sagt Kassels Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD). Die zusätzlichen Investitionen sollen der Auftakt für ein Programm zur Sanierung des in vielen Teilen maroden Straßennetzes sein. Ähnlich wie bei den Schulen will die Stadt nicht mehr nur akute Notfälle beheben, sondern langfristig planen.

Für die aktuelle Finanzspritze muss die Stadt nach Angaben von Barthel keine neuen Löcher im Haushalt aufreißen. Durch die Konjunkturprogramme mussten bislang Fördermittel des Landes für Investitionen nicht voll ausgeschöpft werden. Das Geld soll jetzt in die Sanierung von Straßen fließen. Insgesamt stehen dafür 4,1 Millionen Euro bereit.

Insbesondere das Netz der Hauptstraßen soll nun auf Vordermann gebracht werden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) gibt es dafür bereits eine Dringlichkeitsliste. Demnach sollen die Fahrbahndecken der Wilhelmshöher Allee, der Konrad-Adenauer-Straße, der Ihringshäuser Straße, der Frankfurter Straße sowie der Druseltalstraße und der Heßbergstraße als erste saniert werden. Hinzu kommen zahlreiche Gehwege, die ebenfalls in einem schlechten Zustand sind.

Mit zusätzlichen Kosten durch den harten Winter rechnen auch Städte und Gemeinden im Landkreis. Genaue Zahlen gibt es bisher nicht.

Von Thomas Siemon

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