HNA-Reportage

Reges Treiben am ersten Ferientag am Kassel Airport

Gut gelaunt: Die Familien Erdogan und Yigit aus dem Landkreis Kassel machen kurz vor dem Abflug noch ein Erinnerungsfoto im Check-in-Bereich. Für sie ging es am Montag nach Antalya. Foto: Meyer

Calden. Die Familien Erdogan und Yigit machen noch schnell ein Foto mit der Selfiestange, bevor es in den Sicherheitsbereich und den Flieger nach Antalya geht.

Sie kommen aus dem Landkreis Kassel, wollen in der Türkei Strandurlaub machen und Verwandte besuchen.

Um die Mittagszeit herrscht am Montag reges Treiben auf dem Kassel Airport. Menschenschlangen stehen am Check-in. Um 14.10 und 14.40 Uhr geht jeweils ein Flieger der Fluggesellschaft Germania nach Heraklion auf Kreta und nach Antalya in der Türkei. Am Abend um 18.45 Uhr landet noch eine Maschine aus Palma de Mallorca und nimmt anschließend wieder Kurs auf die Insel. Am Montag sei immer ein stressiger Tag, hört man am Infopoint und an den Schaltern.

Die meisten Reisenden kommen aus der näheren Umgebung, weil es einfach so schön bequem sei, heißt es. Kostenloses Parken in unmittelbarer Nähe des Terminals, kaum Wartezeiten und keine langen Wege.

Ein junger Mann läuft mit einem Blumenstrauß durch die Schalterhalle. Freudestrahlend nimmt er seine Freundin in Empfang, die mit der Maschine aus Heraklion gelandet ist. Ein junges Paar aus Bielefeld berichtet, sie hätten sich für Calden entschieden, weil es das günstigste Angebot gewesen sei. Auch wenn von Bielefeld beispielsweise Paderborn oder Hannover einfacher zu erreichen gewesen wären.

Braun gebrannt kommen die Reisenden mit ihren Koffern aus der Ankunftshalle. Teilweise mit Sonnenhut und in kurzen Hosen. Beim Verlassen des Gebäudes zuckt dann der ein oder andere doch etwas zusammen, bei den kühlen Temperaturen und dem stürmischen Wind, der ihn in der Heimat empfängt.

Aber viele sind auch hier, obwohl sie nicht in den Urlaub fliegen. Einfach nur, weil die Flughafen-Atmosphäre etwas Besonderes ist. Sowohl Familien mit Kindern als auch Senioren stehen gleichermaßen aufgeregt am Zaun und betrachten, wie Koffer in die Bäuche der großen weißen Germania-Maschinen geladen werden, die Flughafen-Feuerwehr über das Gelände fährt und endlich die Maschine sich von der Startbahn erhebt und in den Wolken verschwindet.

Das Bistro im Airport ist gut gefüllt. Man hört, es habe sich rumgesprochen, dass die Schnitzel ganz gut sein sollen, und dass es sich durchaus lohnt, hier mal einen Kaffee zu trinken. Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz. Sie können in einer hölzernen Spielmaschine selbst zum Piloten werden.

Auch an der Stichstraße am Flughafengelände reihen sich zahlreiche Autos. Ein bisschen weite Welt schnuppern in Nordhessen ist schon was Besonderes. Da wird schon mal das ein oder andere Selfie zur Erinnerung geschossen.

Von Kathrin Meyer und Janina Müller

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