Neue Räume für Retter am Klinikum Kassel eröffnet

Schneller zum Notfall

Schnellere Rettung: DRK-Geschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch (v. l.), Rettungsassistent Jochen Rühle, Notärztin Anja Schreiner und Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard M. Sontheimer stehen neben dem Notarzteinsatzfahrzeug, das jetzt näher an der neuen Rettungswache stationiert ist. Foto:  Herzog

Kassel. Die Besatzung von Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) am Klinikum Kassel kann seit Anfang Juli noch schneller beim Patienten sein. Wertvolle Sekunden haben die Notärzte und Rettungsassistenten gewonnen, seitdem die Rettungswache, in der sie rund um die Uhr auf ihren nächsten Einsatz warten, umgezogen ist.

Gestern wurden die neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Hauses 10 offiziell eröffnet. Dort, wo früher die medizinische Aufnahmestation untergebracht war, ist jetzt auf 200 Quadratmetern Platz für die Retter. Ihnen stehen drei Ruheräume, ein Aufenthaltsraum, Umkleiden und Sanitärräume zur Verfügung.

Holger Gerhold-Toepsch, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kassel, sagte, dass die Fläche größer als erforderlich sei. Das DRK, das seit Anfang 2011 das Notarzteinsatzfahrzeug am Klinikum betreibt, war auf die Leitung des Krankenhauses zugegangen und hatte nach neuen Räumen gefragt. Daraus habe sich eine „partnerschaftliche und unbürokratische Zusammenarbeit“ ergeben, sagt Gerhold-Toepsch.

Bislang warteten die Retter im ersten Stock des ehemaligen Schwesternwohnheims (Haus 14) auf ihre Einsätze. Ärzte und Rettungsassistenten mussten erst eine Treppe runterlaufen, um zum Einsatzwagen zu gelangen. Dieses Hindernis gibt es nicht mehr. Die neuen Räume sind ebenerdig, von der Tür können die Retter schnell zum Fahrzeug rennen. 45 000 Euro hat das Klinikum in den Umbau der Räumlichkeiten gesteckt, etwa 8000 Euro hat das DRK in die Einrichtung investiert.

Der Umzug der Rettungswache passe auch zu den übrigen Plänen des Klinikums, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard M. Sontheimer. Das Haus 14 soll abgerissen werden, damit dort ein neues Empfangsgebäude mit einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach gebaut werden kann. Sontheimer geht davon aus, dass diese Pläne in zwei bis drei Jahren realisiert werden können. (use)

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