Schock-Anruf auf Russisch: Tat scheiterte

Kassel. Mit einem sogenannten Schock-Anruf hat ein Trickbetrüger am Donnerstagabend versucht, ein Ehepaar in Wolfsanger um 20.000 Euro zu prellen - die Tat scheiterte aber.

Gegen 18.45 Uhr meldete sich bei den 72 und 77 Jahre alten Eheleuten aus der ehemaligen Sowjetunion ein russisch sprechender Mann am Telefon und gab sich als Rechtsanwalt aus, berichtet Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

Der Anrufer habe gesagt, dass der Sohn der Familie in einen schweren Unfall verwickelt sei. Mit einer Zahlung von 20.000 Euro könne das Ehepaar die Einleitung polizeilicher Ermittlungen gegen den Sohn verhindern.

Die geschockten Eltern willigten zunächst ein, die Summe zu besorgen, schildert Jungnitsch. Der angebliche Rechtsanwalt wollte sich später nochmals melden. Der erneute Anruf blieb aber aus. Weil dem Ehepaar Zweifel an der Schilderung des Anrufers kam, rief es beim Sohn an. Der beruhigte seine Eltern, dass die Geschichte erlogen war.

Zeugen gesucht

Die Polizei schließt nicht aus, dass sich Komplizen des Anrufers in der Nähe der Wohnung des Ehepaars am Bergweg aufhielten, um das erwartete Geld abzuholen. Die Schock-Anrufe erfolgten meist aus Litauen, sagt Polizeisprecher Jungnitsch. „Beißt ein Opfer an, wird ein in der nähe wartender Abholer an die genaue Anschrift dirigiert.“

Zeugen, die in am Donnerstagabend in der Gegend am Bergweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge – möglicherweise mit litauischem oder anderem osteuropäischen Kennzeichen – bemerkt haben, werden gebeten, sich zu melden. (rud)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 05 61/91 00.

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