Schockanruf: Frau zahlte 20.000 Euro

Kassel. Eine Bewohnerin des Philippinenhöfer Weges (Philippinenhof) ist am Donnerstag Opfer von Betrügern geworden. Laut Polizeisprecherin Sabine Knöll entlockten ihr die Täter 20.000 Euro.

Gegen 14.50 Uhr habe ein Mann bei der Frau angerufen und sich als ihr Sohn ausgegeben, der aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus liegen würde. Er behauptete, sein Kiefer sei verletzt und deshalb höre sich seine Stimme anders an.

Zudem sagte er, er habe ein Kind angefahren, das nun schwer verletzt sei und auch operiert werden müsse.

Zur Begleichung der Krankenhauskosten sollte Geld an einen Abholer gezahlt werden. Der Anruf wurde auf Russisch geführt. Die geschockte Kasselerin ließ sich auf die Zahlung ein und übergab einem Mann 20.000 Euro an ihrer Haustür.

Als ihr dann doch Zweifel kamen, rief sie ihren echten Sohn an, wodurch der ganze Schwindel aufflog.

Der Geldabholer ist etwa 1,75 Meter groß, 25 bis 30 Jahre alt, Osteuropäer, rundes Gesicht, normale Statur. Er soll eine schwarze Strickmütze und eine schwarze Stoffjacke getragen haben.

Ähnlich erging es einem russisch sprechenden Ehepaar in der Schillstraße. Sie erhielten einen Anruf mit selben Inhalt und zahlten am Donnerstagvormittag 1000 Euro Bargeld. Weitere russisch sprechende Menschen aus Kassel und Schwalmstadt meldeten der Polizei, solche Anrufe bekommen zu haben. (use)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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