Auf Russisch: Schockanrufer erschrecken und betrügen 76-Jährige

Kassel. Eine 76-jährige Frau aus der Heiligenbergstraße in Helleböhn wurde am Sonntag durch einen so genannten Schockanrufer Opfer eines Trickbetrugs.

Die russisch sprechende Frau erhielt nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch um 12.30 Uhr den Anruf eines angeblichen Rechtsanwaltes. Dieser teilte ihr auf Russisch mit, dass ihre Tochter einen Unfall verursacht habe, bei dem ein Mädchen verletzt worden sei. Das Mädchen habe eine Gehirnverletzung und müsse dringend operiert werden. Für diese Operation forderte der Anwalt von der Seniorin 22 000 Euro, die die Frau aber nicht aufbringen konnte. Sie ließ sich aber am Telefon darauf ein, einem vom Anrufer angekündigten Boten 8500 Euro auszuhändigen.

Diesen Betrag hatte sie offenbar zuhause. Sie übergab das Geld an einen jungen Mann, der noch während des laufenden Telefongesprächs an ihrer Wohnungstür erschienen war. Die aufgetischte Story stellte sich bei Nachforschungen als Lügengeschichte dar. Der Geldabholer war schlank, etwa 20 Jahre alt und mit etwa 160 bis 165 Zentimetern Größe eher klein. Er hatte nach Angaben der Zeugin dunkle, kurze Haare.

Ganz ähnliche „Schockanrufe“ erhielten am Samstag zwischen 17 und 20 Uhr auch fünf russisch sprechende Frauen im Alter von 46 bis 85 Jahren in Wolfhagen. Hier kam es allerdings nicht zur Vollendung der Taten. Die 85-jährige Frau regte sich über den vermeintlich schlimmen Inhalt des Anrufs dermaßen auf, dass sie anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde. (use)

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