Schockanrufer machten wieder Beute

Kassel. In den vergangenen Tagen haben wieder sogenannte Schockanrufer in Kassel ihr Unwesen getrieben. In einem Fall fiel eine 40-Jährige aus Waldau auf die Trickbetrüger herein und übergab ihnen 1000 Euro.

Am Donnerstag gegen 10 Uhr erhielt die 40-Jährige mit russischen Wurzeln in ihrer Wohnung an der Liegnitzer Straße einen Anruf. Ein männlicher Anrufer gab sich auf Russisch als ihr Sohn aus. Er habe einen anderen Jungen bei einer Rangelei so schwer verletzt, dass dieser im Krankenhaus operiert werden müsse. Dafür und um eine Strafanzeige abzuwenden, benötige er dringend 20.000 Euro. Weil er sich die Lippe aufgeschlagen habe, so der angebliche Sohn, könne er schlecht sprechen.

Daraufhin wurde der Mutter vorgegaukelt, ein Rechtsanwalt habe den Hörer übernommen. Ihm erklärte die geschockte Frau, sie habe nur 1000 Euro. Kurz darauf klingelte einer der Täter bei ihr und holte das Geld in 50-Euro-Noten ab. Erst später dämmerte der 40-Jährigen, dass sie Opfer von Betrügern geworden war.

Der Abholer soll 35 bis 40 Jahre alt und 1,75 Meter groß gewesen sein. Er hatte kurze rotblonde Haare, ein rundes Gesicht, helle Haut und hellgraue Augen. Bekleidet war er mit einer hellgrauen Jeans und einer graubraunen Jacke, außerdem hatte er eine helle Umhängetasche dabei.

Am 1. und 2. Mai kam es zu zwei weiteren Schockanrufen an den Frankfurter Straße und der Heinrich-Steul-Straße (Forstfeld). Die Angerufenen ließen sich in diesen Fällen aber nicht beirren und legten auf. (rud)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561/9100.

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