So schön kann Akrobatik sein

Starclub mit neuem Programm „Du bist dann mal weg“

Mischung aus Tanz und Akrobatik: Anna Leon. Foto: Schachtschneider

Kassel. Eine im wahrsten Sinne des Wortes eindringliche Mischung präsentiert der Starclub Kassel in seinem neuen Programm. Das war nicht nur etwas für Augen und Ohren, sondern führte auch in die Tiefen des Unterbewusstseins.

So konnten die Zuschauer erleben, über welch unglaubliche Körperbeherrschung die Ungarin Evi Nereus verfügt. Sie balancierte im einhändigen Handstand auf einer Stange, die wiederum auf einem Tisch befestigt war, und vollführte scheinbar mühelos weitere Körperdrehungen. Alles in luftiger Höhe wie so vieles an diesem Abend.

Besonders Daniel Golla aus Wellerode erklärte den Luftraum über Bühne und Zuschauern zu seinem Hoheitsgebiet. Mit der Fernbedienung ließ er seinen Modellflieger in aberwitzigen Tempi und Kapriolen über die Köpfe der Zuschauer hinwegsausen. Mal wie eine Libelle senkrecht vor dem Gesicht des Zuschauers, mal wie eine Schwalbe auf dem Rücken durch den Saal oder wie ein Irrlicht sirrte der Flieger umher. Mithilfe des Schleuderbrettes zeigte das Duo Kis Faludy so manche artistische Glanzleistung, die sich - wie der berühmte Salto Mortale - in der Luft abspielte.

Und auch der reizenden Anna Leon, die an einem schwebenden Reifen eine explosive Mischung aus Tanz und Akrobatik zelebrierte, schien die luftige Höhe nichts auszumachen.

Bei „Jeton“, seines Zeichens Gentleman-Jongleur, wirbelte so einiges durch die Luft: Da jongliert er mit Bowlingkugel, Gehstock und Taschentuch, balanciert auf einer Zigarre im Mund den Stock und darauf die Melone. Eine schwere Kugel balanciert er auf neun Stöcken auf der Stirn. Zwischendurch bezieht er mit herzlichem Charme und Witz das Publikum ein, das besonders mitfiebert, als er es fertigbringt, vier Tassen und Untertassen mit dem Fuß auf den Kopf zu katapultieren, zu balancieren und am Ende noch den Teelöffel folgen zu lassen.

Verblüfftes Publikum

Der Conferencier der Show, Aaron, führte nicht nur witzig durch das Programm, sondern bot als Hypnotiseur selbst so einige Höhepunkte dar. Verblüfft konnte das Publikum beobachten, wie Zuschauer unter Hypnose plötzlich steif und fest behaupteten, einen anderen Namen zu haben und den eigenen vergessen zu haben. Oder der arme Kerl, der sich in sein (imaginäres) Traum-Auto setzte, danach aber Aaron am liebsten zur Schnecke machen will, weil dieser angeblich den Lack des Wagens verkratzt hatte.

Mit viel Feingefühl führt Aaron die Zuschauer auf diese tolle Reise, an deren Ende eine Menge wunderbare Erlebnisse, auch für viele vormalige Skeptiker standen. Insgesamt ein hocherfreutes Publikum, das einen außergewöhnlichen Abend im Starclub genießen konnte.

Von Alexander Pluquett

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