Prinzenquelle weiter Baustelle

Schöner kneippen im Bergpark: Anlage am Mulang saniert

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Idyllisch gelegen: Die Kneippanlage am Mulang unterhalb des Schlossteichs Lac ist saniert worden. 

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Wer dann Abkühlung sucht, ist im Bergpark Wilhelmshöhe gut aufgehoben. Hier ist es ohnehin immer etwas kühler als unten in der Stadt. Mit der gerade erst sanierten Kneippanlage am Mulang steht eine weitere Erfrischung bereit.

Die ist idyllisch unterhalb des Schlossteichs Lac gelegen und auch aus Richtung Habichtswaldklinik gut zu erreichen.

„Bei den Kurgästen ist die Kneippanlage sehr beliebt“, sagt Hubert Henselmann, der bei Kassel Marketing für den Bereich Tourismus zuständig ist. Nach der Sanierung verfügt die Kneippanlage erstmals über einen Filter, durch den das nährstoffreiche Wasser aus dem Schlossteich fließt. In der Vergangenheit hatten sich im Sommer immer wieder Algen gebildet. „Die sind zwar völlig harmlos, wurden von den Kurgästen aber als störend empfunden“, sagt Henselmann. Deshalb habe man eine auf Naturbadeteiche spezialisierte Firma beauftragt, einen Filter einzubauen. Dafür hat Kassel Marketing 8000 Euro investiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kneippanlage wird weiterhin durch erfrischend kühles Wasser gespeist. Phosphat und andere Nährstoffe hält der Filter zurück, grüne Ablagerungen sollten damit der Vergangenheit angehören. Jetzt fehlt nur noch eine von zwei vorgesehenen Bänken. Ansonsten ist die Anlage in einem tadellosen Zustand.

Neben dem Becken am Mulang gibt es im Bergpark zwei weitere Kneippanlagen, die sich in der Nähe der Löwenburg und weiter unten Richtung Fontänenteich befinden.

Etwas weiter entfernt befindet sich die Anlage an der Prinzenquelle in Kirchditmold. Die wird gerade aufwendig saniert, wobei der Naturpark Habichtswald, Hessen-Forst und das städtische Umwelt- und Gartenamt kooperieren. Wegen technischer Probleme – bei den Arbeiten wurden insgesamt fünf statt wie erwartet zwei Rohre freigelegt – und der hohen Auslastung im Baugewerbe hat sich die Sanierung der Quelleinfassung und der Kneippeinrichtung verzögert. Ende August soll auch diese Anlage wieder zugänglich sein. Die Sanierung kostet 30 000 Euro, gut ein Drittel kam durch Spenden aus der Bevölkerung zusammen.

All diese Aktivitäten tragen dazu bei, dass Kassel als Kneippheilbad anerkannt ist. Wassertreten und das Baden der Arme im kalten Wasser gehören zu den Klassikern der Naturheilkunde.

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